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Ulan13

(Mitglied)

Ich denke schon, daß die Horch-Werkzeuge recht gut waren. Immerhin gab es damals oft Pannen auf offener Landstraße, die zu beheben waren und so ein Horch-Automobil war auch nicht ganz billig, so daß die Bordausstattung wohl durchaus angemessen war. Eventuell waren solche Schlüssel, wie der von Ferdinand gezeigte, auch Spezialschlüssel für - hm, keine Ahnung - Zündkerzen zum Beispiel. Und für Radmuttern oder so hatte man dann derbere am Start.
Thomas hat den Nagel auf den Kopf getroffen, dünnwandige Schlüssel sind durchaus sinnvoll - wenn das Material stimmt. Wie oft habe ich schon geflucht, weil mein Schlüssel zu dick war... lachen

Grüße vom Ulanen

19.11.25, 11:28:22

stavblue0815

(Mitglied)

Dieser etwas rostzerfressene Hakenschlüssel von Horch mit 393 Gramm Gewicht und 292 mm Länge ist auf alle Fälle nicht dünnwandig. Er trägt die Markierungen "37" HORCHWERKE A.G. 33." sowie "37. ZWiCKAU i/SA. 33.". Ich finde es ja witzig, dass von all diesen noblen und edlen Karossen in den meisten Fällen am Ende - wenn überhaupt - nur die Werkzeuge übrig geblieben sind.

Beste Grüße
Ferdinand

19.11.25, 13:35:01

stavblue0815

(Mitglied)

Habe mal wieder Zeit für eine kleine Parade gefunden:

Leuna – Propan“ ist möglicherweise den Leunawerken zuzuordnen – 1916 gegründet, zählten sie bis 1945 zu den führenden Chemiewerken Deutschlands. Hier kam aufgrund des starken Rostfraßes die Elektrobürste zum Einsatz.


1840 gegründet, firmiert das heute noch existierende Unternehmen MAN seit 1908 als Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG. Den habe ich händisch kräftig gebürstet. An den Mäulern weißt er die für alte Stücke typischen Abplatzer/Sprödbrüche auf.


Becro nannte sich eine Marke von Belzer – witzig die kleine, schwer lesbare D.R.G.M. – Markierung im Unterstrich des Namenszuges an der Gabel. Er durfte sein gesprenkeltes Erscheinungsbild behalten.


Die Schlüssel mit W/G im Kreis und den „RWPd. D K“ habe ich nicht zuordnen können – ersteren Handgebürsteten verorte ich aufgrund seiner Machart in die Kaiserzeit - letzteren habe ich vollständig im Fundzustand belassen: Die roten Rostflecken sehen auf der tiefschwarzen Patina mir sehr gefällig aus.

Beste Grüße
Ferdinand


08.12.25, 01:41:00

Ulan13

(Mitglied)

Wieder mal ein netter Streifzug durch die deutsche Wirtschaftsgeschichte! Vielen Dank für die Präsentation, Ferdinand und

Grüße vom Ulanen

08.12.25, 10:50:19

stavblue0815

(Mitglied)

Eine kleine DKW-Serie mit den Nummern: 15003 bis 15007 - weitere Nummern solcher Stücke sind mir noch nicht vor die Flinte gelaufen.

Beste Grüße
Ferdinand

12.12.25, 00:47:31

Zietenhusar

(Hausmeister)

Nice. Vor allem die geringe Gesamtlänge auch des "Großen".

Ist die 15004 ein Ex-geschützter (Messing) oder hat der die Farbe weil er verkadmet ist?

Gruß,
Thomas

12.12.25, 04:53:56

stavblue0815

(Mitglied)

Ich habe den schillernden Schlüssel nochmal im Vergleich mit den zwischenzeitlich gereinigten großen Schlüssel fotografiert - Messing scheidet aus: Ich vermute auch eine Cadmiumbeschichtung oder Gelbverzinkung jeweils mit Chromatierung - zumindest hat das die KI vorgeschlagen - aber mit 45 Prozent Fehleranfälligkeit auch keine sichere Annahme.

Beste Grüße
Ferdinand

12.12.25, 11:20:09

stavblue0815

(Mitglied)

Zwei Winzlinge der 1932 gegründeten Autounion, die 1948 wieder erlosch:

Der "Schwerere" mit ganzen 27 Gramm Gewicht und 101 mm Länge trägt das Logo mit den 4 Ringen mit jeweils Punkt in der Mitte und die Zahlen: "15121".

Der "leichtere", schwarz Emaillierte (?) mit 15 Gramm Gewicht und 98 mm Länge trägt die Aufschrift "H", "AUTOUNION A-G", "Werk DKW Zschopau".



20.12.25, 16:58:44

stavblue0815

(Mitglied)

Eine weitere Gesellschaft unterschiedlicher Schlüssel: angefangen

Bild 1:

mit einen markierungsarmen, auf der einen Seite einfach gestrichelten und auf der anderen Seite gepunkteten Namenlosen, über

Bild 2:

einen Fahrradschlüssel von „Doppel-Torpedo“ und möglicherweise einem Motorradschlüssel von Kawasaki der „ZZR“ - Reihe, findet sich auch

Bild 3:

ein Doppelringschlüssel von „PRAMETA“ für „ISIS-Zeichenmaschinen“ ein, der sich auch gerne neben einen

Bild 4:

Doppelmaulschlüssel von „MAX SIEVERT“ einreiht, gefolgt von

Bild 5:

einem Genossen von „HEINRICH LANZ“, der sich mit der Nummerierung „N (?) 21f32 (?) “ vorstellt und sich

Bild 6:

auch ein verwitterter Abkömmling der „HORCHWERKE AG“ aus „ZWICKAU i/SA“ die Ehre gibt und zuletzt

Bild 7:

ein Brite mit dem langen Titel: „REGD 706252 BRITISH LINCO E LINCO MADE“ diese Runde aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten abschließt.

Beste Grüße
Ferdinand


21.12.25, 17:28:43

stavblue0815

(Mitglied)

Ein paar neue Stücke aus der Audi-Unternehmensgeschichte:

Auf den Bildern 1 bis 4 finden sich Schlüssel von der Autounion mit unterschiedlich gestalteten Ringen. Interessant finde ich, dass Hazet Werkzeuge für die Autoumion zugeliefert hat: Herman Zerver, Sohn eines Kleinschmieds, gründete 1868 mit 27 Jahren die Firma Hazet, die bis heute erfolgreich ihre Unternehmensgeschichte fortschreibt.

Auch habe ich meine Horchschlüsselsammlung um weitere Maulschlüssel ergänzt - interessant finde ich, dass auch die Maulschlüssel unterschiedliche Designs aufweisen. Als vorletztes Bild habe ich als großen Aufmarsch meine bisherigen Schlüssel aus der Audiunternehmensgeschichte versammeln lassen. Wie man sehen kann, fehlen Vertreter von Wanderer und Audi aus der Zeit vor der Autounion. Ich vermute, dass deren Bordwerkzeuge nicht mit deren Herstellerzeichen- oder logos versehen bzw. nur auflackiert oder geklebt waren oder diese sind sehr selten - ich habe leider noch überhaupt keine Werkzeuge von Wanderer identifizieren können. Aber mal sehen, so manches Rätsel hat sich hier schon gelöst ;-)


Beste Grüße
Ferdinand



04.01.26, 15:46:38
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