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EK1813

(User)

Guten Tag Forenmitglieder,

ich möchte Euch zu dem nachstehend gezeigten Säbel um Eure Auskunft bitten (Herkunft, Alter, Zweck).

Länge mit Scheide: 77,5 cm; Länge o. Scheide: 73,5 cm; Länge Klinge: 61,5 cm; Klingenbreite Ansatz: 35 mm; schmalste Stelle: 30 mm; breiteste Stelle: 35 mm; Klingenstärke: 4 mm.

Ich bin gespannt.

Vielen Dank im Voraus und mit besten Grüßen, Sebastian.



20.10.23, 15:17:53

Zietenhusar

(Supporter)

Hallo Sebastian,

aufgrund der typischen Klingenform und der auf der Fehlschärfe eingeprägten Nummer handelt es sich wohl um die Klinge eines niederländischen Säbels für Koninklijke Landmacht M 1912 oder Koninklijke Marechaussee M 1913, die später einmal mit einer zivilen Montur versehen wurde.

Die Montur wiederum entspricht der Form her einem malayischen bzw. indonesischen Klewangs (niederländische Kolonie Ostindien).

Meine Vermutung ist, dass die Waffe nach der Kolonialzeit 1949 entstanden sein könnte, zum Zweck des Verkaufs an Touristen oder als Geschenk für wichtige Personen oder so.

Gibt es weitere Markierungen anderen Fehlschärfenseite?

Gruß,
Thomas

21.10.23, 05:13:28

joehau

(Mitglied)

Zum Vergleich ein Klewang M1898 hergestellt in HEMBRUG.

Klingenlänge: 624 mm

Was mich etwas stutzig macht, ist die Seriennummer. Eine Nummer ist mir
bei den Herstellern Hörster, Lueneschloss, Hembrug und Milsco bisher nicht bekannt.

21.10.23, 22:46:56

EK1813

(User)

Ich danke Euch für die interessanten Informationen. Es ist schon erstaunlich, was so ein Objekt für eine Geschichte (Zusammensetzung) hat. Weitere Markierungen kann ich nicht erkennen. Zur Herkunft kann ich ergänzen, dass das Objekt aus dem Nachlass eines ehemaligen Botschafters in Neu Delhi stammt; würde sich so etwa mit Thomas seiner Zuordnung decken.
Ich wünsche Euch noch ein schönes Wochenende.

Beste Grüße, Sebastian.

21.10.23, 23:23:25

Zietenhusar

(Supporter)

Zitat von joehau:
Was mich etwas stutzig macht, ist die Seriennummer. Eine Nummer ist mir
bei den Herstellern Hörster, Hembrug und Milsco bisher nicht bekannt.
Deshalb meine Rückfrage nach der anderen Fehlschärfenseite. Wenn man zu den von mir genannten Modellen recherchiert, sieht man einige Fotobeispiele mit Seriennummern und ohne Hinweise auf einen Hersteller.

Hier habe ich gerade eine interessante Seite über Klewangs gefunden.

Wenn die Waffe noch vor Beendigung der Kolonialzeit hergestellt wurde, kann ich mir aber auch sehr gut eine dafür genutzte klinge vorstellen, die nicht vorher in einer militärischen oder behördlichen Montur steckte. Das ergibt aber mit der Nummer wahrscheinlich keinen Sinn.

Die Form und Länge der Hohlkehle könnte eventuell einen Anhaltspunkt bei der zeitlichen Einordnung sein. Denn diese scheint bei den Modellen und/oder den Herstellern etwas unterschiedlich sein.

Gruß,
Thomas

22.10.23, 05:27:54

Zietenhusar

(Supporter)

Zitat von EK1813:
...dass das Objekt aus dem Nachlass eines ehemaligen Botschafters in Neu Delhi stammt...
Hast Du zu diesem Botschafter Eckdaten, was eine zeitliche Einordnung der Waffe ermöglichen würde? Zum Beispiel die Beendigung seiner Botschafterlaufbahn oder Lebensdaten?

Gruß,
Thomas

22.10.23, 05:36:22

EK1813

(User)

Der Vorbesitzer war in den 1960iger Jahren im Diplomatischen Dienst in dieser Region tätig. Beste Grüße, Seb.

22.10.23, 10:19:03
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