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Berufssammler

(User)

Hallo werte Forumsmitglieder,

in unserer Einrichtung befindet sich eine säbelähnliche Blankwaffe, über deren Herkunft und Verwendung wir keine näheren Informationen besitzen. Das Exponat (Gesamtlänge: 65,8 cm) kam im Jahr 1961 in unser Haus. Die Klinge (44 cm lang) ist aus Stahl und der Griff aus Horn, umfasst von einem Metallring. Dazu gehört eine Scheide aus Holz.
Hat jemand von euch eventuell einen Hinweis, woher das Objekt stammen könnte, wofür es verwendet wurde und wie alt es ist?

Ich freue mich auf eure Antworten!
Viele Grüße vom

Berufssammler








24.03.20, 13:34:06

dete

(Mitglied)


24.03.20, 16:11:56

Berufssammler

(User)

Oh, vielen Dank!
Das war ein wunderbarer Hinweis. Im verlinkten Video sieht man ab 10:24 Min. sogar ein Exponat, das fast identisch mit unserem ist. Ich wende mich an das Solinger Museum und werde hier dann mitteilen, um was es sich bei dem Objekt genau handelt.

Viele Grüße und bleibt Gesund!

25.03.20, 10:53:54

Berufssammler

(User)

Kommen wir zur Auflösung des Rätsels.
Ein netter Kollege vom Deutschen Klingenmuseum in Solingen gab uns allerhand Informationen zu unserem Exponat.
Es handelt sich um eine "Pira", eine säbelähnliche Waffe aus dem 19. Jahrhundert, von den Yakan, welche auf dem Sulu-Archipel leben. Die Yakan taten sich in der Vergangenheit als Krieger, Piraten und Sklavenhändler hervor. Die Kolonialmächte Niederlande, Spanien und USA brachten diese Blankwaffen als Geschenke in die westliche Welt.
Einer nicht bestätigten Legende nach soll nach mehreren Ein-Mann-Attacken von mit der Pira bewaffneten Yakan auf amerikanische Soldaten daraufhin das Kaliber .45 entstanden sein, da die Mannstoppwirkung des ursprünglichen Standartpistolenkalibers nicht reichte, um einen angreifenden Yakan aufzuhalten.

Vielen Dank nochmals für die rasche Hilfe!

06.04.20, 13:06:54
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