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Jagdsammler

(Moderator)

Also gut, ich gebe mich geschlagen und kümmere mich lieber mal wieder um die jagdlichen Blankwaffen. traurig

Da bin ich eher zuhause. zwinkern

Gruß vom Jagdsammler

08.05.18, 17:22:56

M. Ghandara.

(Mitglied)

,, Mir kommen die Stempel auf der Scheide komisch vor. Sie unterscheiden sich in der Art und Weise der Stempelung deutlich von den Stempeln auf dem Säbel selber.''

Beide Markierungen 2E HI oder H1 am Säbel wie an der Scheide sind mit einem kleinen Stecheisen handgraviert.
Der Grund, warum die 2E HI auf der Scheide auffällt, ist, dass ich das Bild beträchtlich vergrößert habe.
Die AM XVI-Markierungen sind eingestanzt. Eine völlig andere Technik.
Was mich weiterhin interessiert, ist, dass die 3 60 M Markierung auf der Scheide zu implizieren scheint, dass die Scheide zum Säbel gehört. Dennoch ist die Scheide eine für eine P1796.
Warum sollte ein Blucher eine P1796 Scheide haben?
Eine andere Sache: Warum sind die AM XVI-Markierungen nur auf dem Säbel und fehlen auf der Scheide? Soweit ich weiß, entspricht dies nicht den Vorschriften.
Was vermisse ich?

08.05.18, 21:30:00

mario

(Administrator)

Zitat von M. Ghandara.:
,, Mir kommen die Stempel auf der Scheide komisch vor.


Mir auch, Scheide scheint wohl neu zu sein.
3.60 auf dem Bügel ist in meinen Augen kein Depotstempel, sieht eher nach den Resten eines Altstempel aus.Der Depotstempel ist weiter rechts zu sehen.
Gruß Mario



123
08.05.18, 21:46:13

Zietenhusar

(Supporter)

Zitat von Jagdsammler:
...und kümmere mich lieber mal wieder um die jagdlichen Blankwaffen.
Papperlapapp, immer heraus mit den Gedanken zu den Themen. zwinkern
Zitat von mario:
...Scheide scheint wohl neu zu sein.
Was auch den "aktiven" Rost auf der ansonsten noch blanken Scheide erklärt.

Gruß,
Thomas

09.05.18, 05:44:50

M. Ghandara.

(Mitglied)

Vielen Dank für Ihre bisherigen Beobachtungen.
Jetzt kommen wir irgendwohin.
Um festzustellen, ob es sich bei der Scheide um eine Nachbildung einer der indischen Firmen handelt, die auf solche Dinge spezialisiert sind, habe ich die Scheide genommen.
Die Replika-Scheide, die ich kenne, haben ein Mundstück mit Stahl- oder Plastikklappen, um die Klinge zu halten. Sie haben nie hölzerne Liner und Teile werden nie markiert, so weit ich weiß.
Die hölzernen Liner in dieser Sache sehen schrecklich aus, aber zumindest sind sie da.
Das Mundstück ist wie bei der Scheide und dem Griff wieder mit 360 markiert.
Natürlich gibt es keine preußischen Abnahmemarken.
Wenn die Scheide und die Klinge repro sind, haben die Fälscher eine Menge Arbeit für ein paar lausige Euros gemacht. Ich habe eine Sammlung von etwa 120 Säbeln und verschiedenen spitzen Objekten.
Bis jetzt ist dies nur der vierte problematische Kauf. Wenn dieses Ding ein Blindgänger ist, sage ich "tant pis" und gehe weiter. Aber ich habe immer noch eine schwache Hoffnung, dass es eine Art Milizenaffäre aus den 1920-1930er Jahren sein könnte.

09.05.18, 08:59:48

M. Ghandara.

(Mitglied)

Ich warf einen weiteren Blick auf die Markierungen in unterschiedlichem, weichem Licht.
Die Markierungen lesen: 2E 7 (sehr schwach) H I
und darunter: N (umgekehrt) 8.
Nach dem PDF, das ich hier auf dem Forum über Preußische Marken von 1820 bis 1860 gefunden habe, könnte das bedeuten: 2 Eskadron 7 Hussar Kompanie Waffe 8.

Da die Markierungen auf der Scheide nicht den Stempel auf dem Säbel reflektieren, klar, weil die Fälscher Schwierigkeit die Stempel zu lesen hatte, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass die Scheide neu ist und nicht aufs neue poliert.
Die Klinge ist zu dünn und ohne Tower export marken oder irgendwelche Herstellerstempel. Auch die preußischen Annahme- und Depot Stempel fehlen.
Der einzige Originalteil dieses Säbels ist der Griff.

Ich möchte allen Teilnehmern in der Diskussion für ihre Sachkenntnis und Zeit danken.
Sehr geschätzt.

Grüße, Paul.

09.05.18, 23:12:43
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