B L A N K W A F F E N
DAS FORUM FÜR SAMMLER & INTERESSIERTE
unter dem Dach der
Deutschen Gesellschaft für Heereskunde e.V.
 
 
Autor Nachricht

ocram

(Mitglied)

Hallo zusammen,

kann mir einer von Euch etwas über dieses Faschinenmesser erzählen ? Freue mich auf Eure Antworten.







Wenn ich richtig geschaut habe ... 2. Württembergisches Feldartillerie-Regiment Nr.29 Prinz-Regent Luitpold von Bayern ?

Ist die Art der Stempelung wie auf dem Faschinenmesser zu sehen, in Ordnung ? Gibt es nähere Informationen zu dem Regiment ?

Beste Grüße
Marco

26.11.18, 21:03:30

Jagdsammler

(Moderator)

Hallo Marco,

der Standort des Regiments war jedenfalls Ludwigsburg.
Ansonsten interessieren mich auch alle Infos zu diesem Regiment!
(Urgroßvater war bei diesem Regiment.)

Gruß vom Jagdsammler

26.11.18, 22:22:26

AndyB

(Mitglied)

Hallo liebe Freunde, ein Sammler hat ein Wurttembergischer inf.Faschinenmesser vorgestellt, mit der 52.R.R.9.2 am parierstange von seite und anderen alten Regiment stempeln unten, ist dies ein Wurttemberg Stueck von 52 Inf. Brigade?? oder wie sollte man diese einheit entziffern, vielen Dank.

08.06.24, 20:12:51

ulfberth

(Moderator)

Der Stempel 52.R.R.9.2 steht für das Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 52, 9. Kompagnie, Waffe Nr. 2. Die 9. Kompagnie steht gleichzeitig auch für die erste Kompagnie des III. Bataillons, aufgestellt in Guben.

Aufgestellt im August 1914, wurden die Reste des I. und III. Bataillons im November nach schwersten Verlusten (Langemarck) zu einem Bataillon zusammengestellt und erst im Februar 1915 wieder neu errichtet.

In dieser Notsituation könnten für Trainsoldaten etc. durchaus alte und irgendwie beschaffbare Seitengewehre ausgegeben worden sein. Also auch aufgekaufte oder beschlagnahmte alte Faschinenmesser. Immerhin wurden die Württembergische Faschinenmesser bereits vor dem 1. Weltkrieg über diverse Händler zur Dekoration angeboten. Zumindest wäre dies eine Erklärung für ein württembergisches Stück in einem in Sachsen aufgestellten Reserve-Regiment.

Gruß

ulfberth


www.seitengewehr.de
09.06.24, 06:28:15

AndyB

(Mitglied)

Ja danke Ulfberth ich weiss nach manual wo fuer steht der Stempel sieht aber echt merkwuerdig das wurde ausser Wurttemberg benutzt??.Solche FM wurden von Wurttemberg bis ende 1918 gefuehrt.
Problem ist auch bei anderen markierungen von 1WK, am Greatwar forum wurde ein munition tasche gefunden die eindeutig ein altes Wurtt.stempel traegt(120R) wurde aber auch mit 54.RIR bestempelt, diese Einheit wurde laut genwiki niemals realisiert(sehe link) die Waffen wurden aber gestempelt, da gibt es aber mindestens einige Sg1871 mit solchen gleichen markierung.
Fraglich ist ob diese Stempelung nicht von kurzlebigen einheiten von Inf.Brigaden 52-54. die unter Wurttemberg waren die aber spaeter umbennant wurden.
genwiki
Da gibt es auch interessante umbennenung bei andere Wurtt. einheiten
Brigade Ersatz Battalion nr.54 gebildet 1914, umgaendert zu Ersatz Infant.Regiment nr.52 in 1915 und spaeter umgebildet zu Inf.Regt.479 ab 1916.Ich habe keine Ersatz Inf.Regiment 52 markierung gesehen.
EIR52


09.06.24, 09:01:21

Gottscho1914

(Moderator)

Es ist ein Vorkriegstruppenstempel und hat nichts mit dem Reserve-Infanterie-Regiment Nr.52 des 1.Weltkriegs gemein.

Eine Lösungsmöglichkeit bietet die "Vorschrift über das Stempeln der Hand=Waffen", Stuttgart, 1882


Siehe "Eintheilung und Standquartiere des deutschen Heeres und der Kaiserlichen Marine", Berichtigt bis zum 1.April 1890 :

52.R.R.9.2.

Landwehr=Bataillon Heilbronn (52. Reserve-Infanterie-Regiment, 3. Bataillon), 9. Kompagnie , Jnfanterie-Faschinenmesser Nr. 2

Gruß Jens

09.06.24, 20:47:26

ulfberth

(Moderator)

Wobei dabei die Buchstabenhöhe mit 4,2 mm angegeben wird, aber nach den Abbildungen in der 1882er HStV das kursive R größer ausfällt, als das normal R.

Gruß

ulfberth


www.seitengewehr.de
09.06.24, 21:29:00

Gottscho1914

(Moderator)

Stimmt Rolf , das kursive R ist in der württembergischen H.-Stempel-Vorschrift von 1882 größer dargestellt , obwohl laut dieser Vorschrift die Buchstabenstempel eine Höhe von 4,2 mm haben .
Hier sollte die Höhe der Buchstabenstempel beim Truppenstempel gemessen werden .
In der württembergischen H.St.V. von 1900 ist diese Stempelvariante nicht mehr enthalten .

Gruß Jens

09.06.24, 22:46:06

Gottscho1914

(Moderator)

Zusatz :

In H.Stp.V. werden kursive Buchstaben wie z.B. das kursive R oder das kursive H größer dargestellt , obwohl sie bei der Ausführung der Stempelung nach der angegebenen Höhe der Buchstabenstempel gestempelt werden .
Hier ein Beispiel aus der württ. H.Stp.V. von 1900 .

Gruß Jens

10.06.24, 06:55:29

AndyB

(Mitglied)

Vielen dank fuer weitere Hinweise.

10.06.24, 19:05:14
Gehe zu:
Benutzer in diesem Thema
Es lesen 13 Gäste und folgende Benutzer dieses Thema:
Archiv
Powered by: phpMyForum 4.2.1 © Christoph Roeder