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Thema: WGM Rastatt - Aushilfssäbel? (https://www.deutsches-blankwaffenforum.de/topic.php?id=10810)
Geschrieben von: Zietenhusar am: Gestern, 14:32:06
Bei der Durchsicht der Blankwaffenvitrinen fiel mir dieser chilenische Sable Caballeria 1890 auf, mit der Zuordnung als preußischer Aushilfssäbel 1. Weltkrieg.
Diese Verwendung war mir neu. Kann das jemand bestätigen?
Gruß,
Thomas
Geschrieben von: mario am: Gestern, 18:18:35
Wäre mir auch neu...
Gruß Mario
Geschrieben von: ulfberth am: Gestern, 20:46:13
Wäre der Säbel 1914 für Deutschland verfügbar (Ankauf / Beschlagnahme) gewesen, hätte es durchaus sein können. Hier herrschte auch Mangel an Waffen für Berittene.
Trotzdem bleibt die Frage, aufgrund welcher Merkmale die Identifizierung erfolgte? Ich sehe auf den Bildern keinerlei Markierungen, welche den Schluß zulassen.
Gruß
ulfberth
Geschrieben von: Zietenhusar am: Gestern, 21:54:48
Vielen Dank, Mario und Rolf.
Um so einen Säbel erbeuten zu können, muss er in Frankreich im Krieg eingesetzt gewesen sein. Hier liegt wahrscheinlich der Schlüssel. Ich meine, irgendwo mal gelesen zu haben, dass Frankreich den Export dieser Säbel im 1. Weltkrieg wegen Waffenmangel gestoppt hatte.
Grundsätzlich ist nichts unmöglich, aber so ohne Stempel doch sehr fragwürdig.
Gruß
Thomas
Geschrieben von: joehau am: Heute, 00:18:21
Der Säbel M1890 und wurde sicherlich zeitnah nach Chile geliefert. Relativ
unwahrscheinlich, dass 24 Jahre später noch Stücke in Châtellerault lagen,
die dann zuerst in französische Dienste kamen und danach noch als
Beutestücke dienten.
Ich vermute eher eine Nachlässigkeit bei der Einordnung in
der Ausstellung. Dafür spricht auch die Zuordnung 'Preussen'.
Auffällig ist das vermickelte Gefäßes. Die Gefäße des chilenischen
Mannschaftssäbels waren normalerweise aus blankem Stahl.