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Thema: M/1825 Chevaulegers-Offizier-Säbel für Wachtmeister (https://www.deutsches-blankwaffenforum.de/topic.php?id=10800)


Geschrieben von: joehau am: 22.08.26, 02:39:23
Chevaulegers-Offizier-Säbel für Wachtmeister M/25 - Kgr. Bayern

Gesamtlänge: 970 mm
Klingenlänge: 838 mm
Klingenbreite: 30 mm max.
Klingenstärke. 7,1 mm
Pfeilhöhe: 49 mm
Länge Scheide: 885 mm
Masse: 880 g

Hersteller: Samuel Hoppe Söhne, Solingen


Beschreibung:

blanker Stahlkorb aus rundem Vorderbügel und zwei s-förmigen Seitenbügeln
Parierstange am Ende nach außen gerollt
von der Parierstange deutlich abgesetztes, dünneres, aufgebogenes Stichblatt
eiserne Griffkappe mit Graten, Griffring facettiert mit 2 glatten Rillen
Angel vernietet
gerippte Holzhilze mit schwarzem Kalbleder bespannt
blanke Säbelklinge mit beidseitiger Hohlkehle und angedeuteter Pandurenspitze
brünierte Eisenblechscheide mit einem beweglichen Ring
asymmetrisches hart angelötetes Schleppblech
Mundblech mit 2 Schrauben seitlich gesichert


vgl.: Gerd Maier, 'Bayerische Blankwaffen', Teil 3, 1987


Geschrieben von: joehau am: 22.08.26, 02:42:12
Stempel:

Herstellermarke S.HOPPE SÖHNE, SOLINGEN Fehlschärfe rechts
Truppenstempel auf dem Korb klingenseitig 1.A.E.1.3.
(Kgl. Bayerische 1.Feldartillerie-Ersatz-Abteilung, 1.Compagnie, 3.Waffe)
Truppenstempel 1.A.E.1.3. auf der Scheide
Truppenteilstempel 1.3. auf dem Deckblech der Scheide
auf Klingenrücken Jahreszahl 82, Abnahmestempel und gekröntes L für Ludwig
Klingenätzung rechts und links gekröntes Monogramm Ludwig II
auf dem Schleppblech ADM (Bedeutung nicht bekannt)


Geschrieben von: joehau am: 22.08.26, 02:44:20
Anmerkungen:

Am 3. Juli 1826 geruhte Seine königliche Majestät allergnädigst, die Vorschriften
für den bereits 1825 eingeführten, neuen 'Chevaulegers-Säbel' zu verordnen. Auch die
1864 neu aufgestellten Ulanen-Regimenter führten ebenfalls den M/26 bis 1882, was eine
Namenskorrektur in 'Säbel für Chevaulegers und Ulanen' erforderlich machte. Später hieß
der M/26 auch nur 'Kavalleriesäbel' oder 'Säbel der leichten Kavallerie'. Ab 1891 gelangten
die Säbel zur Artillerie (als A.O.S.). Die Scheiden wurden 1909 brüniert und 1910 der
untere Ring entfernt.

Die hier gezeigte Kammerstück-Ausführung des Chevaulegers-Offizier-Säbels M1825
ist die für Wachtmeister (Unteroffiziere mit Portepee der reitenden Truppen).
Die Kgl. Bayerische 1. Feldartillerie-Ersatz-Abteilung wurde am 02.08.1914 aufgestellt.