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Eisenhauer

(Mitglied)

Eine Frage, die kürzlich bei einem Sammlergespräch zu keinem Ergebnis führte:
Wann wurde das FW-ASG eigentlich eingeführt ?

Es ist hauptsächlich aus dem Bereich 33-45 allgemein bekannt, aber ob es eine
Edition dieser Zeit ist oder bereits vorher in der Weimaraner Zeit Verwendung
fand, ist aufgrund fehlender Quellenlage völlig offen.

Wer weiß mehr zur Geschichte dieses ASG und/oder hält dementsprechende Fotos vor? verwirt

09.07.26, 21:23:20

Eisenhauer

(Mitglied)

Hier mal einige Fotos von dieser Blankwaffe. Die geätzte Klinge ist von Eickhorn,
Fertigung wohl 1935 bis 1941. Das Stück ist mit 40 cm Länge wohl laut "Joehau"
für Anwärter bis hin zu Obertruppführer der Feuerwehr. Das fleckig vernickelte
Griffstück besteht aus Stahl. Etwas ungewöhnlich ist die Klingenätzung. Neben
der "Erinnerung/Dienstzeit" weist sie am Klingenansatz ein Wappenschild mit dem
Spruch "Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr" auf. Darüber stehend der Heilige
St' Florian, in seiner Linken eine Fahnenstange mit wehendem Kreuzbanner, der
nach links unten auf ein im Vollbrand befindliches Haus blickt. Zum Klingenort hin
befindet sich das nächste Emblem in Form eines FW-Lederhelms alter Art
und zwei gekreuzten FW-Beilen.

Die Ätzung wirft in mir Fragen auf. Wenn diese Blankwaffe in dem o.a. Zeitraum
entstand, warum finden sich darauf eher Embleme, die vor der NS-Zeit Verwendung fanden?
Auch das Emblem in Schildform habe ich derart noch nie gesehen. Unüblich ist
eigentlich auch das FW-Emblem mit dem Lederhelm, da man zu dieser Zeit doch eher
den stehenden Stahlhelm mit den zwei gekreuzten Beilen erwartet hätte. Von der
Ätzung her müßte das Stück eigentlich mehr vor der NS-Zeit entstanden sein.


Gestern, 20:12:59

joehau

(Mitglied)

Die Form des Eickhorn Logos läßt beim gezeigten Faschinenmesser den
Fertigungszeitraum 1935 - 41 vermuten. So ein Seitengewehr konnte man
frei kaufen, ätzen lassen und als Erinnerungsstück behalten oder ggf.
einem ausscheidenden Feuerwehrmann überreichen.

Dass der Feuerwehrhelm M34 in Stahlhelmform bereits existierte, heißt
nicht, dass man die Klinge nicht mit traditionellen Darstellungen verzieren
konnte. Selbst heute noch findet sich der Lederhelm und die Losung
'Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr' in den Feuerwehrwappen.

Die Abwesenheit von Hoheitszeichen ergibt sich schon aus dem 'Gesetz
zum Schutze der nationalen Symbole' vom 19.05.1933. Die Feuerwehren,
insbesondere die Freiwilligen, hatten bis 1938 keine hoheitliche Funktion.

Die Eingliederung der Berufsfeuerwehr in die Polizei erfolgte erst 1938.
Die Freiwillige Feuerwehr wurde Hilfspolizei. Die Umsetzung der damit
verbundenen Vereinheitlichung der Uniform und Ausrüstung erfolgte
schrittweise und kam kriegsbedingt nicht zur vollständigen Durchfühung.
Die Fachzeitung vom 15. Februar 1940 belegt, wie spät die
Vereinheitlichung angegangen wurde.

Gestern, 23:02:52
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