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Eisenhauer

(Mitglied)

Durch einen Beitrag von "blacky21" zum Infanteriesäbel o. Stichblatt wurde ich an eine Mannschaftsscheide erinnert, die ich unidentifiziert seit Jahren in der Sammlung habe.
Zum Objekt. Gesamtlänge vom Mundblech bis zum Kugelabschlusses des Ortblechs = 73cm
Material: Holz mit dünnem Leder bezogen, innenseitig vernäht.
Mundblech halb verdeckt im Scheidenleder, Ortblech sichtbar aufgeschoben und verleimt. Mund- und Ortblech aus Eisen. Mundblech mit zwei dünnen, doppelten Zierrillen. Das Ortblech hingegen weist auf seiner Außenseite vier doppelte Zierrillen auf.
Mundblechöffnung= 7,7mm breit und 35mm lang.
Kein Hersteller und keine Truppenteilstempel ersichtlich.
Aufgrund des herzförmigen Trageknopfes vermute ich eine süddeutsche/ österreichische Herkunft.
Versuchsmäßig eingesteckt die Klinge von einem bayerischen Infanteriemannschaftssäbels aus der Regierungszeit von Karl-Theodor. Diese paßt komplett in den Scheidenkörper, ist aber mit den 53cm zu kurz geraten. Die passende Klinge müßte ca. 68cm Länge (+/-) aufweisen und nicht unbedingt einen Hohlzug im Klingenrücken haben wie die Bayerische.
Wer kann einen Hinweis geben, wo diese recht alte Scheide einzuordnen ist?

19.06.26, 15:07:22

excalibur

(Moderator)

hallo. mundblech und herzerl sehen sehr österreichisch aus. könnte vom grenadiersäbel m 1809 sein. ortblech, ist schwer zu sagen., ob es das ursprüngliche ist. ist in natura sicherlich besser zu erkennen.

27.06.26, 17:33:40

Eisenhauer

(Mitglied)

excalibur: Zu Deinem Hinweis habe ich mich zu diesem Modell mal eingelesen. Die Klingenlänge kommt ja noch hin, aber die Klingenbreite wird mit 40mm angegeben und hier würde die Mundblechweite der Scheide scheitern.
Zudem ist das Ortblech im Scheidenleder großflächig verdeckt.
Da an der vorgestellten Scheide die Zierrillen an Mund- und Ortblech identisch gehalten sind, wenn man mal von der Anzahl absieht, würde eine verdeckte Trageweise des Ortblechs keinen Sinn ergeben, weil die Zierrillen nicht sichtbar und somit überflüssig wären.
Trotzdem Danke für den Hinweis. Ich muß da wohl noch weiter suchen! lesen

29.06.26, 12:08:25

Eisenhauer

(Mitglied)

So - die Bayernbände von Maier bin ich durchgegangen. Bayern = Fehlanzeige.
Aber im großen Wagner habe ich den zitierten Grenadiersäbel 1808 gefunden mit einer Klingenbreite von 32mm. Auch im Buch "Europäische Hieb- und Stichwaffen" ist dieses Modell mit 35mm Klingenbreite aufgeführt. Hier im Forum wurde ein solches Stück mit 40mm vorgestellt im Jahr 2021. Deutlich erkennbar die Eisenbeschläge im Gegensatz zu denen aus Messing andere Modelle.
Leider ließ sich nicht erlesen, ob die Scheidenkörper aus beledertem Holz waren. Entweder sie waren nicht mehr vorhanden oder man ging nicht darauf ein. Aber ich denke, "Excalibur" liegt mit seinen Hinweis richtig. Vermutlich fehlt im Bereich des Ortblechs Etwas vom Scheidenleder. Frage dazu: Hat Jemand Hinweise oder Originalstücke des M 1808 vorliegen, wo die Scheide vorhanden ist und der hier vorgestellten entspricht?
Dann könnte ich endlich einen Haken hinter die Anfrage setzen. Danke!

09.07.26, 18:18:13
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