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Bonwies

(User)

Hallo,
hat irgendjemand eine Idee um was für einen Hersteller es sich hier handelt. Schnitzler und Kirschbaum scheidet aus, die Firma existierte 1907 wohl nicht mehr. Auch Schulte & Klein kommt nicht in Frage, die gab es 1907 noch nicht. Bin für jeden Hinweis dankbar.
Gruß
Stefan

26.03.26, 20:13:21

Josef

(Mitglied)

Guten Abend !

Das Stück ist doch aptiert mit Feuerschutzblech und die Ohren sind eingekürzt. Vielleicht steht der Stempel damit in Zusammenhang.

Grüße Josef

26.03.26, 21:24:12

Bonwies

(User)

Hallo,

die Umänderung hätte dann nach 1915 stattgefunden. Es ist mir eigentlich unbekannt, dass, wenn überhaupt privat Firmen diese Umänderungen ausgeführt hätten, diese ihr Fabrikantenzeichen hinterlassen hätten. Aber Danke für den Tipp.

Gruß
Stefan


26.03.26, 22:19:14

Gottscho1914

(Moderator)

Hallo,


in welcher Literatur oder anderen Quelle steht diese Angabe?
Auch Schulte & Klein kommt nicht in Frage, die gab es 1907 noch nicht.

Gruß Jens

27.03.26, 17:56:16

AndyB

(Mitglied)

Ist hier fraglich der Stempel von anderen Stuecken mit FA 07 aus Sachsen lieferung
muesste es ein S98/05 a.A. von WKC sein. Also war hier im Krieg eine umaenderung auf
S98/05 n.A. erstmals in gange. Weiter ist der stempel an der Parierstange typisch fuer
eine vorlaeufige Weimar Stempelung die 1919/20 gemacht wurde, 3.Kompanie und waffen nr.xxx.
Das Oval S&K koennte aus Weimar periode stammen, wenn ueberhaupt real und nicht
ein nachkriegsstempelung. Ist ueber geputzte flaeche gemacht, also das wirft Fragen auf.
Die Griffschalen gefallen mir auch nicht besonders, die wurde ersetzt. Sollte man
mal das komplette Stueck zeigen, wie auch die Abnahmen auf knaufende.

29.03.26, 17:05:00

Bonwies

(User)

Hallo Jens,

entschuldige das ich so spät antworte, aber am WE ging alles drunter und drüber. Wegen deiner Frage siehe Kölnische Zeitung vom 12.11.1918:

Eintragungen in das Handelsregister Abteilung A:
Nr. 1395: Firma Schulte & Klein in Solingen. Offene Handelsgesellschaft. Persönlich haftende Gesellschafter sind:
1. Fräulein Hedwig Schulte in Solingen und
2. Der Kaufmann Otto Klein in Remscheid.
Die Gesellschaft hat am 26. März 1917 begonnen. Als Geschäftszweck ist der Verkauf von Lederwaren und Bijouterieartikeln sowie die Fabrikation feinster Elfenbeinwaren angegeben.
Solingen, 31. Okt. 1918 (305) Königliches Amtsgericht.

Gruß
Stefan


30.03.26, 07:46:33

Bonwies

(User)

Hallo AndyB,

die Griffschalen gefallen mir auch nicht, ob die 1917 oder 1970 drauf gekommen sind, ist hier nicht die Frage freuen

Anthony Carter schreibt in seinem Buch German Knife an Sword Makers (frei übersetzt):
"Das 1920 von Otto Klein und Fräulein Hedwig Schulte geführte Unternehmen ... könnte für die Montage oder Fertigstellung einiger S98/05 vor dem ersten Weltkrieg verantwortlich gewesen sein, obwohl die Marke S&K nur auf einem einzigen sächsischen Exemplar aus dem Jahr 1907 verzeichnet ist."
und meint wohl genau dieses Seitengewehr. Natürlich kann es sein das er einen gewieften Fälscher auf den Leim gegangen ist, durchaus denkbar. Ich glaube es aber ehrlich gesagt nicht.

Gruß
Stefan

30.03.26, 07:59:11

AndyB

(Mitglied)

Servus Stefan, ich wurde mich nicht wundern, wenn es zum Beispiel eine Weimarer Ueberholung
durch die Firma war, fuer den freien Markt. Schwer zu glauben das Sachsen von dieser Firma
in 1907 die SG98/05aA bekommen hat, also ist es hier fraglich, ob ueberhaupt ein realer
Stempel drauf ist von der Firma?

Carter in seinen Bucher hat mehrere Fehler dabei. Wie gesagt sollten wir die abnahmestempel
sehen, wenn es moeglich ist.

30.03.26, 10:23:56

Gottscho1914

(Moderator)

Hallo Stefan,

danke für Deine interessante Antwort. Die Angaben bei Anthony Carter waren mir bekannt, darum meine Anfrage.
Somit kann die Firma Schulte & Klein im Jahr 1907 dieses Seitengewehr nicht gefertigt haben.
Interessant ist hier die frühe Fertigung eines Seitengewehr 98/05a.A. ohne Sägerücken im Jahr 1907, welches später aptiert wurde.
Mir ist bis jetzt nur ein Seitengewehr 98/05a.A. ohne Sägerücken von der Firma W.K.& C. SOLINGEN aus dem Jahr 1907 bekannt.
Dieses Seitengewehr hat den großen Abnahmestempel FA mit Krone und die Jahreszahl 07 für 1907, somit auch das Königreich Sachsen.
Seitengewehre 98/05a.A. ohne Sägerücken von 1907 sind mir aus den Königreichen Preußen und Bayern nicht bekannt.

Gruß Jens

30.03.26, 12:03:06

AndyB

(Mitglied)

Wir sollten da bessere Bilder haben, wenn moeglich abnahmen, griffschallen usw.
Fuer 1908 ist es normal das S98/05 a.A. bezogen wurden ohne saege fuer Fussartillerie.
Habe so ein Sg von Erfurt, ob es 1907 real waere, kann ich nicht sagen. Zu den Laufringohren
wuerde ich hier von Abfeilen den alten ohren ausgehen. Sieht nicht wie eine neue Parierstange
aus. Weiter waere es gut das feuerschutzblech zu zeigen. Es sieht zu schlank aus, und
die griffschalen sind nicht gut bedeckt, kann sein dass diese nicht gut verschraubt sind.
Von der Verarbeitung her halte ich das Stueck fuer problematisch.

Ohne bessere Bilder kann man nicht vielmehr sagen.


30.03.26, 16:55:45
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