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Thema: Hakenschlüssel (https://www.deutsches-blankwaffenforum.de/topic.php?id=10677)


Geschrieben von: stavblue0815 am: 19.11.25, 13:35:01
Dieser etwas rostzerfressene Hakenschlüssel von Horch mit 393 Gramm Gewicht und 292 mm Länge ist auf alle Fälle nicht dünnwandig. Er trägt die Markierungen "37" HORCHWERKE A.G. 33." sowie "37. ZWiCKAU i/SA. 33.". Ich finde es ja witzig, dass von all diesen noblen und edlen Karossen in den meisten Fällen am Ende - wenn überhaupt - nur die Werkzeuge übrig geblieben sind.

Beste Grüße
Ferdinand


Geschrieben von: stavblue0815 am: 14.02.26, 17:37:46
Die Anfänge der Aktiengesellschaft für Automobilbau, kurz A.G.A, beginnen 1909 als Autogen-Gas-Akkumulator-AG. 1919 stieg die Firma in den Automobilbau ein und benannte sich 1920 auch zur "Aktiengesellschaft für Automobilbau" um. 1924 ereilte die Firma der erste Konkurs, 1927 produzierte die „Aga Fahrzeugwerke GmbH“ noch als Nachfolger weiter, allerdings folgte 1929 das endgültige Aus. Die A.G.A stellte insgesamt an die 10.000 Fahrzeuge her. Dementsprechend selten zeigt sich dieser 141 Gramm schwere und 222 mm lange Hakenschlüssel im Verkauf: Aufgrund der Aufschrift „Aga“ statt AGA oder A.G.A. ordne ich diesen Schlüssel der Aga Fahrzeugwerke GmbH zu und fällt der Fertigungszeitraum zwischen 1927 und 1929.

Beste Grüße
Ferdinand





Geschrieben von: Ulan13 am: 14.02.26, 19:10:24
Sehr interessantes Teil! Besonders, wenn man auch noch dieses kleine Utensil dazu hat...

Grüße vom Ulanen


Geschrieben von: Zietenhusar am: 20.02.26, 05:08:29
Aha-Hakenschlüssel.

Mit denen habe ich es nicht so, denn tatsächlich besitze ich schon seit vielen Jahren kein Fahrrad mehr. Vorgestern hatte ich aber meine Maulschlüsselschublade etwas weiter herausgezogen und mal direkt alle meine Hakenschlüssel herausgeklaubt. Kam einiges zusammen. Die gleich aussehenden waren vor der Wende ein am Diamant- und Mifa-Fahrrad, in der kleinen Werkzeugtasche mitgeführtes Standardwerkzeug. Interessant an meiner Ansammlung sind die unterschiedlichen Oberflächenvergütungen. Darunter befinden sich schwarze und vernickelte Varianten.

Hersteller war RENAK, hervorgegangen aus der Firma Fichtel&Sachs.

Zeitlich gegliedert wie folgt:
- ab spätestens Herbst 1955 VEB Reichenbacher Naben- und Kupplungswerke, Reichenbach (Vogtland)
- ab 1969 VEB RENAK-WERKE, 98 Reichenbach, Dammssteintraße 6
- ab 1971 VEB BARKAS-WERKE, IFA-Kombinat für Kraftfahrzeugteile, RENAK-WERKE, 98 Reichenbach, Dammsteinstraße 9
- ab 1973 VEB Renak-Werke, Betrieb des IFA-Kombinats für Kraftfahrzeugteile, 98 Reichenbach, Dammsteinstraße 9
- 1981 bis 1990 VEB Renak-Werke Reichenbach, Betrieb des VEB IFA-Kombinat Personenkraftwagen, 9800 Reichenbach, Dammsteinstraße 9
- ab 1. Juli 1990 RENAK-Werke GmbH, Reichenbach
Quelle: DDR-FahrradWiki

Ich würde ja behaupten, die verstopfen meine Schublade, aber dafür sind sie viel zu flach.

Gruß,
Thomas