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stavblue0815

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Dieses 143 Gramm schwere und 159 mm lange Stück trägt das einen Adler stilisierende Logo der Adlerwerke im Zeitraum von 1932 bis 1945, wie auch diese Quelle für Reklame zeigt. Ursprünglich von Heinrich Kleyer 1880 als Kleyer-Werke in Frankfurth am Main gegründet, firmierte das Unternehmen ab 1886 als Adler-Fahrradwerke. Ab 1900 stellte das Unternehmen den ersten Personenkraftwagen her und nannte sich 1906 als Adler-Werke um.

Das Unternehmen florierte und auch nach dem Krieg waren die Weichen gut gestellt, als aus der „Siegerhaft“ der Generaldirektor „total geschockt“ zurückkehrte, alles verschrotten ließ und das Unternehmen anscheinend völlig auf den Kopf stellte: unter anderem ließ er statt Fahrzeuge nun Schreibmaschinen herstellen und besiegelte damit dessen Untergang. 1955 übernahm die Grundig-Gruppe die Reste des ruinierten Unternehmens. Also statt: Schwerter zu Pflugscharen, galt wohl: Autos zu Schreibmaschinen – so in der Art.

Beste Grüße
Ferdinand


10.01.26, 16:13:34

stavblue0815

(Mitglied)

Hallo zusammen,

nachdem ich mich zu Audi schon etwas ausgelassen habe, komme ich nun „ungewollt“ etwas auf die Unternehmensgeschichte der Benzwerke Gaggenau zu sprechen: Eigentlich habe ich diesen Schlüssel als schnödes Tauschobjekt für einen Händler gegen einen begehrten Horchschlüssel erworben – der Händler wollte unbedingt mit einem Bordwerkzeug der Benzwerke Gaggenau tauschen: Das Werk in Gaggenau wurde bereits 1894 gegründet und produziert seit 1895 Fahrzeuge – es darf sich daher als das älteste bis heute produzierendes Werk der Welt für Fahrzeugbau betiteln. Ab 1907 kam die damalige Benz & Co ins Spiel: nach dem Einstieg übernahm 1912 Benz vollständig das Werk von der Süddeutschen Automobil-Fabrik, welches sich zwischenzeitlich auf LKW und Omnibusbau spezialisiert hatte. Das erklärt auch die Größe des Schlüssels von 300 mm und 902 Gramm Gewicht.

Nachdem 1926 Benz mit Daimler fusionierte, bleiben die Jahre von 1912 bis 1926 als Entstehungszeitraum für diesen „BENZWERKE GAGGENAU“ – Schlüssel. Diese Schlüssel besitzen für mich überraschend eine ziemliche Seltenheit. Die Suche gestaltete sich aufwändig, ich schaltete sogar einen für Mercedes-Oldtimer spezialisierten Ersatzteilbeschaffungsagenten ein, der gleich abwinkte: dieser wüsste nicht, wo noch überhaupt so ein Schlüssel herumliegen könnte. Doch ich wurde fündig und konnte also diesen Schlüssel erwerben. Als ich also äußerst stolz diesen von ihm begehrten Schlüssel zum Tausch anbot, fiel auf einmal dem Händler ein, dass er noch prüfen müsse, ob die Schlüsselweite für ihn genehm sei und meldete sich nicht mehr. Da musste ich schon etwas lachen, ich meine, wenn man schon einen sehr seltenen Schlüssel zum Tausch fordert, dann kann man selbstverständlich die heimlich gewünschte Weite erwarten, schon klar. Schwamm drüber – jetzt bleibt er in meiner Sammlung, jemand Kleines wollte ihn sowieso nicht mehr hergeben und wie es der Zufall will, hat mir das Schicksal den begehrten Horchschlüssel unerwartet aus anderer Richtung gereicht.

Beste Grüße
Ferdinand


Gestern, 17:59:29
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