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stavblue0815

(Mitglied*)

Hier ein Ringschlüssel bzw. Doppelringschlüssel der Maschinenfabrik Schmotzer.

Diese in Bad Windsheim angesiedelte Firma existiert seit 1905 und hat sich vom Fahrradhändler zu einem bis heute existierenden Hersteller für Landmaschinen in diesen Bereichen der Landwirtschaft entwickelt: spritzen, hacken, säen. Wann dieses Stück hergestellt wurde, konnte ich nicht ermitteln, ich schätze, es handelt sich um ein nummeriertes Zubehörstück zu einer Landmaschine.

Nachfolgend die Bilder vom 28,4 cm langen und 501 Gramm schweren Stück:


Bild 1 bis 3: das ganze Stück: "H.SCHMOTZER WINDSHEIM-BAY."

Bild 4: Detailaufnahme: "SK1558"


Beste Grüße

Ferdinand

02.01.25, 14:35:18

Zietenhusar

(Hausmeister)

Zitat von stavblue0815:
... ich schätze, es handelt sich um ein nummeriertes Zubehörstück zu einer Landmaschine.
Schlecht zu sagen. Ich war erst zwischen 1986 und 1991 in der Landwirtschaft tätig, auch als Schlosser. Ähnliche Schlüssel mit dieser Art hülsenförmigen Aufnahmen kenne ich für Zünd- oder Glühkerzen. Sowas ähnliches habe ich, aber mit "flexibler" Handhabe. Obwohl, ich vermute bei dem Griff von meinem einen Eigenbau.

Oder für Muttern die auf überstehende Wellen geschraubt sind.

Gruß,
Thomas

03.01.25, 15:39:16

stavblue0815

(Mitglied*)

Vielen Dank Thomas für Deine Informationen und das Foto mit dem witzigen Eigenbau.

Heute hier das bekannteste Design aller Schraubenschlüssel: Ein Maulschlüssel mit integrierten Ringschlüssel mit 148 gramm Gewicht und 23,6 cm Länge. Mich fasziniert an diesem noch heutigen Massenprodukt der Doppelhersteller: Der Schlüssel trägt die außergewöhnlichen Herstellernamen „Tenadium“ und „Saltus“.


Tenadium:
Laut Angaben aus diesem Werkzeugforums, haben die Werkzeughersteller L. Michels & Söhne GmbH mit Sitz in Remscheid, die Firma 1928 gegründet und 1929 den Namen „Tenadium“ eintragen lassen. Über das Ende dieser Firma habe ich nichts finden können, aber auch nichts über deren Fortbestand.


Saltus:
Die Firma Saltus hat 1919 Max Forst als Metallwarenfabrik in Solingen gegründet. Der Name Saltus leitet sich von dem Nachnamen Forst = Wald ab: das Wort Wald lautet im Lateinischen „saltus“. 1931 folgte die Umbenennung in die Max Forst Werkzeugfabrik. 1957 folgte erst wieder die Etablierung der Weltmarke „Saltus“. Leider ist das Ende der Firma bekannt: 2017 endet die Firmengeschichte der Marke saltus.



Aus diesen ermittelten Daten beider Firmen ergibt sich für diesen Doppelhersteller ein Entstehungszeitraum zwischen 1929 und 1931. Nachfolgend die Bilder vom Stück:

Bild 1 und 2: Das ganze Stück

Bild 3: Markierungen: „+TENADIUM+MOD.SALTUS+No1000+D.R.G.M.+“


Beste Grüße
Ferdinand


22.02.25, 11:11:22

stavblue0815

(Mitglied*)

Vielen Dank Thomas für die Titelanpassung, dann kommen meine Ringschlüssel hier auch rein: Dieser Gelenkschlüssel mit 22,5 cm Länge und 285 Gramm Gewicht der Marke Montex findet sich noch häufig unter der Rubrik als DDR-Werkzeugen im Angebot. Ich habe zwar eine Firma mit der Marke Montex in Österreich recherchieren können, aber mit Werkzeugbau haben die nicht wirklich viel am Hut. Vielleicht kann jemand diesen Hersteller richtig zuordnen. Die Gelenke dieses Ringschlüssels erlauben in engen Situationen eine bessere Handhabung. An jedem Gelenk finden sich zwei unterschiedliche Größen.

Nachfolgend die Bilder vom Stück:

Bild 1 und 2: das ganze Stück

Bild 3: Seitenansicht

Bild 4: Fokus auf ein Gelenk

Bild 5: Markierungen: „24 CrV - STAINLESS ST. 19”

Bild 6: Markierungen: „22 pat. MONTEX r/d 17”


Beste Grüße
Ferdinand



25.02.25, 14:24:58

Ulan13

(Mitglied)

Klasse Idee mit den Gelenken! freuen Sowas hätte ich auch schon oft brauchen können! Vielen Dank für die Präsentation, Ferdinand!

Grüße vom Ulanen

25.02.25, 16:08:53

Zietenhusar

(Hausmeister)

Zitat von stavblue0815:
Dieser Gelenkschlüssel mit 22,5 cm Länge und 285 Gramm Gewicht der Marke Montex findet sich noch häufig unter der Rubrik als DDR-Werkzeugen im Angebot.
Da fällt mir ein, einen MONTEX habe ich auch. Und das schon seit laaanger Zeit. Allerdings kann ich zur Herkunft auch nichts beitragen. DDR wird wohl stimmen.

Er hat ebenfalls die gängigen Größen 17, 19, 22 und 24mm.

Gruß,
Thomas

26.02.25, 18:13:50

stavblue0815

(Mitglied*)

Hier ein Gelenkschlüssel von Herkules mit insgesamt 8 Größen von 10, 12, 13, 14, 17, 19, 22 und 24. Federn halten die Gelenke in der gewünschten Position.

Hersteller mit den Namen Herkules gab es laut holzwerken.de mehrere:

Herkules = Carl Falkenroth Söhne, Schalksmühle, Westf.
Herkules = Otto Rheinwald, Leipzig
Herkules = Hermann Röntgen, Remscheid

Ob einer dieser Hersteller dieses Stück gefertigt hat oder inwieweit diese Firmen in die heute auf Walzentechnik spezialisierte Herkulesgroup aufgegangen sind, deren Ursprung auf 1911 zurückreicht, darf noch Gegenstand zukünftiger Forschung bleiben.

Nachfolgend die Bilder vom 23,5 cm langem und 386 Gramm schweren Stück:

Bild 1: Markierung "HERKULES"

Bild 2: Seitenansicht

Bild 3: Markierungen: "10-12-13-14 T 17-19-22-24"

Bild 4: Fokus auf Gelenk und Federn


Beste Grüße
Ferdinand

15.03.25, 13:38:02

stavblue0815

(Mitglied*)

Manchmal zerbricht man sich den Kopf über ein Zeichen und dann ist es bei richtigen Lichteinfall eine schlichte "5" mit zwei Schrammen darüber, wie bei diesem Stück: Ein Ringschlüssel für 6 verschiede Größen mit der nicht auf den ersten Blick leserlichen Markierung "15".

Nachfolgend die Bilder vom 109 Gramm schweren und 13,8 cm langem Stück:

Bild 1 und 2: das ganze Stück

Bild 3: Seitenansicht mit Blick auf die verschiedenen Größen

Bild 4: Fokus auf die Markierung "15"


Beste Grüße
Ferdinand

17.03.25, 16:40:31

Zietenhusar

(Hausmeister)

Zitat von stavblue0815:
Ein Ringschlüssel für 6 verschiede Größen...
Hier tippe ich mal auf ein Werkzeig für Fahrräder, wie der bei uns damals allseits beliebte Knochen.

Danke fürs Zeigen.

Gruß,
Thomas

18.03.25, 05:04:15

stavblue0815

(Mitglied*)

Zur Abwechslung mal wieder ein Ringschlüssel mit 250 Gramm Gewicht und 300 mm Länge, diesmal von Gedore - Ge(brüder)Do(widat)Re(mscheid)

Von den Gebrüdern Dowidat 1919 ohne Kapital gegründet setzte sich Gedore bis heute erfolgreich durch. Dieser Schlüssel "GEDORE No. 46" gehörte wohl zu keinem speziellen Fahrzeug, sondern stellte vermutlich um die 50iger bis 70iger Jahre für viele Marken eine praktische Ergänzung des Bordwerkzeugsets dar: witzig die Beschriftung "Radmutter" und "Zündkerze", damit auch ja das Eckige in das richtige Runde trifft. Und freilich darf auch nicht die berühmte Eigentumsmarkierung von Herrn X fehlen, der sich bekanntermaßen auf tausenden Schlüssseln verewigt hat. zunge raus

Beste Grüße
Ferdinand

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