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stavblue0815

(Mitglied)

Als ich heute diesen 310 Gramm schweren und 250 mm langen Rollgabelschlüssel ausgepackt habe, zeigte ich diesen meiner Frau und sagte zu Ihr: Jetzt habe ich das passende Werkzeug für Dich, schau mal! Als Sie die Aufschrift gelesen hatte, fand Sie das weniger lustig, aber ich umso mehr lachen lachen lachen

ETERNUM - FURIA: ein kurioser Firmenname aus dem Lateinischen entlehnt: die ewige Wut, oder die ewig Wütende, hehehe. Scheint eine erloschene Firma oder Marke aus Frankreich zu sein - aus Frankreich werden die meisten Werkzeuge mit dieser Aufschrift angeboten.

Beste Grüße
Ferdinand

27.01.26, 18:13:48

stavblue0815

(Mitglied)

Heute bin ich auf der ersten Seite doch nochmal hängen geblieben, Thomas:

Zitat von Zietenhusar:
Letzten Montag war ich bei ihm und nahm ein paar Sachen mit. Darunter auch dieses Werkzeug. Den Herstellerstempel muss ich bei Gelegenheit mal auflösen.

Dieser letzte Montag ist gut eineinhalb Jahre her: das ist ein Bordwerkzeug von NSU. Man sieht noch gut das U und die typischen Geweihstangen. Schöner Glücksgriff!

Beste Grüße
Ferdinand


28.01.26, 00:24:15

Zietenhusar

(Hausmeister)

Zitat von stavblue0815:
...das ist ein Bordwerkzeug von NSU. Man sieht noch gut das U und die typischen Geweihstangen. Schöner Glücksgriff!
Vielen Dank, Ferdinand,

für die Auflösung. Ich habe sie auch gleich im damaligen Beitrag hinterlegt.

Dann könnte der Schlüssel dann eventuell auch von einem NSU-Motorrad stammen?
Im Bild meine Großeltern auf einer NSU um 1940 herum. Als ich Opa in den 80ern fragte, wo das schöne Motorrad sei, meinte er nur "weg". Trotz Nachhaken war es immer noch nur "weg". lachen

Gruß,
Thomas

28.01.26, 05:02:31

Ulan13

(Mitglied)

Klasse Bild, Thomas! Auch ohne IOD a/A und Gardestern... lachen lachen
Vielen Dank für*s Zeigen!

Grüße vom Ulanen

28.01.26, 10:38:18

stavblue0815

(Mitglied)

Tolles Foto! Ich bin mir ziemlich sicher, dass Dein NSU-Schlüssel zu einem Motorrad gehört hat. In Deutschland hergestellte Fahrradschlüssel zeigen sich in der Regel einfacher und "leichter" gestrickt. Wie man übrigens sehen kann, gehört Werkzeug in die moderne Küche!

Beste Grüße
Ferdinand

29.01.26, 01:45:33

stavblue0815

(Mitglied)

Da wir es gerade mit Zweirädern haben: Hier ein amerikanischer Kandidat mit 142 Gramm Gewicht und 130 mm Länge, der 1895 als "Mossberg "C" bicycle wrench" patentiert wurde, mit der Stempelung:

-C-
Mossberg Wrench Co.
Attleboro, Mass. U.S.A.
Pat. Nov. 19 & Dec. 31, '95

Beste Grüße
Ferdinand

29.01.26, 02:21:38

Zietenhusar

(Hausmeister)

Das ist übrigens der Opa, von dem ich unter anderem auch die Werkstatt samt Inhalt geerbt habe. Und den Hang zum Handwerk.
Zitat von stavblue0815:
Hier ein amerikanischer Kandidat...mit der Stempelung...
Die US-Amerikanischen Werkzeuge sind wundervoll gestempelt bzw. mit umfangreichen Beschriftungen versehen. Dasselbe konnte ich auch bei Hämmern und Äxten beobachten.

Gruß,
Thomas

29.01.26, 04:53:47

stavblue0815

(Mitglied)

Ja Thomas, ich recherchiere schon länger, weshalb alte Werkzeuge aus Deutschland – im Gegensatz zu den Amis - nur selten solch schöne Markierungen tragen:

Bei den amerikanischen Genossen lag es an früher "Bürokratie" – hahaha - also genauer: an Kennzeichnungsobliegenheiten, die damals im bereits riesigen amerikanischen Binnenmarkt galten: Schon ab 1836 mussten in den USA Produkte dauerhaft mit dem Patentdatum, Ort und Herstellernamen versehen werden, um in den Genuss des Patentschutzes zu kommen.

Solche Regeln galten derzeit in deutschen Landen nicht. Zugleich standen im Deutschen Reich Ende des 19. Jahrhunderts als damals fortschrittlichstes Land der Chemieindustrie viele Lacke und sonstige Farben für die Hersteller sicherlich günstig zur Verfügung. Ich habe schon auf einigen D.R.G.M.-Stücken alte Lack/Farbreste gefunden. Farben die eben keine hundert Jahre überdauert haben. So könnte so mancher deutscher Hersteller auf den Werkzeugen zu Staub zerfallen sein.

Wie dem auch sei: dieser schöne 146 Gramm schwere und 123 mm lange, wohl deutsche Schraubenschlüssel im dunkelgrauen Mantel besitzt keine Markierungen (mehr). Er trägt aber dafür schön glänzend runde Nieten, der kleine „Steam-Punk“.



Beste Grüße
Ferdinand


Gestern, 00:29:13

Zietenhusar

(Hausmeister)

Zitat von stavblue0815:
Zugleich standen im Deutschen Reich Ende des 19. Jahrhunderts als damals fortschrittlichstes Land der Chemieindustrie viele Lacke und sonstige Farben für die Hersteller sicherlich günstig zur Verfügung.
Farben und Chemiefasern decken sich ab Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Geschichte meines Wohnortes, als 1915 die IG Farben hier eine Produktionsstätte errichtete. Die Villen der Firmenbosse und höheren Angestellten zieren immer noch einen Teil des Ortes.
Im 1. Weltkrieg wurde dann Schießpulver hergestellt und im 2. Weltkrieg Fasern für Fallschirme. Jetzt sind wir immer noch ein Chemiestandort.

Zitat von stavblue0815:
Wie dem auch sei: dieser schöne 146 Gramm schwere und 123 mm lange, wohl deutsche Schraubenschlüssel im dunkelgrauen Mantel besitzt keine Markierungen (mehr). Er trägt aber dafür schön glänzend runde Nieten, der kleine „Steam-Punk“.
Nice.
Nebenbei: Mit Steampunk konnte ich mich schon immer anfreunden. zunge raus

Gruß,
Thomas


Gestern, 04:39:47

stavblue0815

(Mitglied)

Die Wurzeln des heute so genannten "Steampunk" reichen ebenfalls bis ins 19. Jahrhundert zurück, Autoren wie Jules Verne und Herbert George Wells gelten mit ihren Romanen als geistige Gründerväter.

Dieser weitere kleine "Steampunker" mit vier rundköpfigen Nieten, satten 139 Gramm Gewicht und 124 mm Länge besitzt sogar eine D.R.G.M. Markierung mit der Nummer: 235380 - anhand dieser Nummer erfolgte die Patentierung 1904. Im letzten Bild sieht man beide Punker vertieft im Zwiegespräch.

Beste Grüße
Ferdinand



Gestern, 16:58:21
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