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stavblue0815

(Mitglied*)

Schöne Diskussion - gefällt mir cool

Hier ein seltenerer Schraubenschlüssel, der mit 176 Gramm Gewicht und 154 mm Länge zu den kleineren seiner Artgenossen gehört: er besteht aus drei Einzelteilen, wobei eine der Klammern, welche die gerillte runde Mutterschraube fassen, vor längerer Zeit abbrach. Ohne Herstellermarke wohl ein deutsches, älteres Vorkriegsstück.

Beste Grüße
Ferdinand

21.02.26, 13:13:26

stavblue0815

(Mitglied*)

Ein farbenprächtiger Italiener: ALPINA entstand als rechierchierbare Marke der STIGA Gruppe in den 1960igern, die ihren Hauptsitz im malerischen Castelfranco aufgeschlagen hat. Ob dieses Stück aber als Bordwerkzeug eines - wenn auch fahrbaren - Rasenmähers diente, hm. ALPINA als Aufschrift hatte in früherer Zeit laut KI so eine ähnliche Bedeutung wie stabil oder robust, so wie wir dasselbe mit der Bezeichnung Chrom-Vanadium verbinden. BREVETTO bedeutet Lizenz und/oder Patent – die vierstellige No 1219 nimmt sich im Vergleich zu unseren bekannten DRGM und DRPa Nummern recht kurz aus, findet sich dafür sowohl erhaben geprägt als auch mit "M1219" eingeschlagen auf dem Stück. Mit einer anderen Zahl hätte ich auf eine Inventarnummer getippt. Die KI vermutet nach mehreren Nachfragen bezüglich des Alters die 1930/40iger Jahre. Das letzte Bild zeigt mal wieder meinen neuen Hang zu Nieten, haha: diesmal im Dienst als Plombe – das 690 Gramm schwere und 244 mm lange Stück lässt sich nicht zerlegen.

Beste Grüße
Ferdinand



26.02.26, 01:22:30

Zietenhusar

(Hausmeister)

Zitat von stavblue0815:
Das letzte Bild zeigt mal wieder meinen neuen Hang zu Nieten, haha:
*hihihi* Quatsch, das glaube ich Dir nicht. lachen

Zitat von stavblue0815:
...das 690 Gramm schwere und 244 mm lange Stück lässt sich nicht zerlegen.
Zeig mal her, dann beweise ich Dir das Gegenteil! cool zwinkern

Spaß beiseite, schöner Schlüssel.

Gruß,
Thomas

26.02.26, 05:02:31

stavblue0815

(Mitglied*)

Das glaube ich Dir sofort, Thomas zunge raus

Hier noch mal ein D-Rad Bordwerkzeug in Form eines 397 Gramm schweren und 143 mm langen Franzosen. Von D-Rad findet sich vielerlei Werkzeug mit unterschiedlichen Logos.

Beste Grüße
Ferdinand


28.02.26, 23:58:51

stavblue0815

(Mitglied*)

Der bis heute andauernde Erfolg Firma Wulfhorst wurzelt im ersten Weltkrieg: Der Gründer Karl Wulfhorst erlitt in diesem Krieg eine Beinverletzung und entwickelte ein Dreirad, um selbst mobil zu bleiben. Sein Produkt war bei den vielen Kriegsversehrten sehr gefragt und damit begann der Erfolg der 1915 gegründeten Firma. Dreiräder der Marke KAWE stellte das Unternehmen um die 1980iger Jahre her und gelten diese Fahrräder heutzutage als „unverwüstliche Oldtimer“. Diesen Ruf belegt auch dieser verchromte Fahrradschlüssel mit 128 mm Länge und 89 Gramm Gewicht: Sein am Stiel abgewetzter Chrommantel bezeugt seinen häufigen Einsatz als Montierhebel, wohl für Reifenreparaturen. Seine einzige Niete hält ihn bis heute trotz aller Blessuren fest zusammen.

Beste Grüße
Ferdinand







04.03.26, 01:22:57

stavblue0815

(Mitglied*)

Hier einige Mauser-Rollgabelschlüssel, mit verschiedenen zusätzlichen Markierungen: angefangen mit der Aufschrift „Germany“: wohl ein für den Export bestimmtes Stück. Witzig finde ich auch die "Doppelhersteller", die freilich keine sind: Die Markierungen zeigen, dass Mauser für viele Firmen auch als Zulieferer fungierte und erzählen mitunter tolle Geschichten:

Die Aufschrift der Firma „KL & Co“ wird ihr Geheimnis wohl behalten, doch das Stück mit der Aufschrift des Werkzeughändlers „Schuchard & Schütte“ berichtet stolz: 1880 gegründet, führt bis heute in vierter Generation der Urenkel des Firmengründers als Inhaber das Unternehmen fort.

Bei der Markierung „D.R.P. 1934 ELO“ habe ich mir zu "ELO" mal wieder die Zähne ausgebissen, die Deutungen der KI klangen wenig plausibel, aber ich habe im Netz ein zweites Stück gefunden mit der Bezeichnung "ELOH" – doch ohne weiteren Erkenntnisgewinnn

So finden sich auch Fahrzeughersteller wieder wie die „Stoewer-Werke A.G.“ oder bei dem letzten Stück „Mercedes Daimler“ - noch ohne Benz: Der mögliche Herstellungszeitraum liegt mit Erfindung der Marke Mercedes-Daimler zwischen 1900 und bis zur Fusion mit Benz 1926: Der Rennfahrer und Autohändler Jellinik bestellte als größter Kunde der damaligen Daimler-Motoren-Gesellschaft Fahrzeuge mit Hochleistungsmotoren benannt nach seinem Pseudonym als Rennfahrer und dem Namen seiner Tochter: Mercedes. Mit diesen Mercedes-Daimler Wagen fuhr und gewann er wiederholt die damals berühmten Rennen „Woche von Nizza“ und seine Wagen wurden ein Verkaufsschlager, der bis heute anhält.

Zuletzt ein Blick in die Mauserschlüsselschatzkiste: ich geb´s zu: das Bild entstand um des Wortspielwillens - es lebe die deutsche Sprache!

Beste Grüße
Ferdinand



02.04.26, 01:08:49
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