22.07.12, 22:15:02
baden100
geändert von: joehau - 06.02.26, 23:54:25
Hallo,
ich stehe vor einem Rätsel, ich habe diesen Badischen Degen aus einem Nachlass bekommen,
doch ich kann ihn in keiner mir bekannten Literatur finden.
23.07.12, 06:59:25
Zietenhusar
geändert von: joehau - 06.02.26, 23:58:48
Hallo baden100,
ein Greifenkopf statt eines Löwenkopfes als Knauf scheint ungewöhnlich. Letztendlich aber
taucht hier das Wappentier, der Greif, nur einmal mehr an der Blankwaffe auf. Wenn man
sich dazu die Variantenvielfalt der Griffe, vor allem der Hilzen, badischer Beamtendegen
ansieht, dann paßt dieser vielleicht auch in diese Rubrik.
Vielleicht ist es eine besondere Bauart nach dem Geschmack des Trägers, welcher eine
größere Rolle in diesem Berufsstande spielte und dieses bei seiner privat beschafften
Waffe zeigen wollte? Oder sollte der Löwe auch vom Knauf verschwinden, wie einst aus
dem badischen Wappen? Innerhalb des Beamtenstandes scheint es
meines Wissensstandes
nach keine vorgeschriebenen Unterschiede gegeben zu haben, die eine spezielle
Blankwaffenform nach sich zöge.
Degen für die (auch einmalige) Verwendung weiterer Anlässe, wie Galas, Hochzeiten,
Beerdigungen usw. könnten auch so ein schönes Stück hervorgebracht haben. Badische
Degen sind aber nicht mein Steckenpferd, weshalb meine Vermutung auch nur selbige bleibt.
Keine Hilfe meinerseits, nur weitere Vermutungen, leider.
Willkommen im Forum.
Gruß,
Thomas
23.07.12, 10:53:01
baden100
geändert von: joehau - 07.02.26, 00:01:22
Hallo,
nach meinen Informationen war der Besitzer des Degens ein Adliger, aus welchem Zeitraum
könnte er sein und zu wem gehört das Monogramm auf dem Griff. Wenn ich im Internet danach
suche,finde ich viele Badische Degen nur nicht in dieser Form, ich wahr auch schon auf
andere Foren und habe bis jetzt keinen Erfolg gehabt.
23.07.12, 18:24:44
corrado26
geändert von: joehau - 07.02.26, 00:02:15
Das Monogramm ist dasjenige von Großherzog Leopold, welcher von 1830 bis 1852 in Karlsruhe regierte.
Damit dürfte auch der Zeitraum für die Fertigung des Degens klar sein, stilistisch passt er
jedenfalls exakt in diese Zeit.
corrado26