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25 Jahre Armeemuseum Friedrich der Große auf der Plassenburg

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30.10.26, 20:19:18

Ulan13

geändert von: Ulan13 - 30.10.26, 20:27:08

Die Bandbreite der „Waffenliteratur“ ist ja ziemlich groß. Von Gerd Meiers länderkundlichen Blankwaffen-Fachbüchern (als Loseblattsammlung im Schreibmaschinen-Layout vergangener Zeiten) die dennoch nach wie vor zur Grundlagen-Literatur gehören, bishin zu bildgewaltigen Werken auf Hochglanzpapier, deren Informationsgehalt dann eher dürftig ist.
Um so schöner, wenn ein Werk erscheint. das nicht nur Kompetenz mit wunderbarem Bildmaterial vereinigt, sondern auch noch den Blick über den Tellerrand wagt. Der uns allen sicher gut bekannte Bernd A. Windsheimer (Me fecit Potzdam) hat nun ein solches Werk herausgebracht, im August ist es erschienen. „25 Jahre Armeemuseum Friedrich der Große auf der Plassenburg ob Kulmbach“ heißt das Buch, das ich hier vorstellen möchte.
Der Titel täuscht. Es handelt sich nämlich beileibe nicht bloß um einen besseren Museumsführer, sondern ist durch verschiedene Fachartikel zu diversen militärhistorischen Themen durchaus sehr vielseitig aufgestellt.
Natürlich liegt der Schwerpunkt des Werkes auf Blank- und Feuerwaffen (z.B. Husaren-Pistolen und -Karabiner) aus friderizianischer Zeit, aber auch sehr nette Nischenthemen finden Platz, wie beispielsweise ein Aufsatz über altpreussische Emailtabatieren mit militärhistorischem Bezug, ein anderer über Grenadiermützen oder auch ein weiterer über Offiziersportraits. Außerdem sehr informative Aufsätze über österreichische und französische Blankwaffen. Und vieles mehr. Namhafte Autoren haben da ihr Schärflein beigetragen und erfreuen den Leser mit fundierten, interessanten und nicht so oft abgehandelten Themenkomplexen.
Doch die Texte sind nicht nur fundiert, auch das dazugehörige Bildmaterial läßt Begeisterung aufkommen – und das nicht nur bei der Präsentation der Sammlungen „Windsheimer“ und „Scharlé“ auf der Plassenburg. Ebenso sind die Fachaufsätze reich bebildert und allein daher schon ästhetische Genußhäppchen.
Kurzum, ein wirklich gelungenes Werk, das ich jedem empfehlen kann, auch wenn es nicht genau in sein „Fachgebiet“ passen sollte.

ISBN 978-3-925162-27-5
Kunstverlag Josef Fink, 423 S.
Preis 49,90 Euro
Mehr dazu siehe Hier
 
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