19.09.26, 10:55:57
Friedrich2
Hallo,
ich habe nachfolgenden IOD a.A. für Portepee-Unteroffiziere erworben.
Das Gefäß hat keine Abnahmestempel, allerdings befindet sich auf dem Gefäß und dem Mundblech ein identischer Truppenstempel 51. R.R.1.2.
Auf der Klinge findet sich auf der Fehlschärfe ein recht große 88 und ein Abnahmestempel. Ein weiterer kleiner Abnahmestempel findet sich dann noch auf dem Ortblech ganz an der Spitze.
Meine Fragen:
Handelt es sich um ein Stück aus Württemberg?
Deute ich den Truppenstempel mit Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 51 1. Kompanie, Waffe Nr. 2 richtig?
Geh ich richtig in der Annahme, dass die Waffe erst 1914 ausgegeben wurde?
Vielen Dank für die Hilfe und ein schönes Wochenende.
Friedrich2
19.09.26, 13:12:07
ulfberth
geändert von: ulfberth - 19.09.26, 18:01:59
Hallo Friedrich2!
der Stempel ist nach der Württembergischen Vorschrift über das Stempeln der Hand-Waffen, Stuttgart 1882 geschlagen wurden:
Landwehr-Bataillon Calw (51. Reserve-Infanterie-Regiment, 1. Bataillon), 1. Kompagnie, Infanterie-Offizierdegen Nr. 2
Der württembergische I.O.D. wurde 1888 abgenommen – wie so viele Stücke vor Einführung des I.O.D. n/M – und dürfte noch eine gewisse Zeit in den Depots gelegen haben, bevor er durch das neue Modell ersetzt wurde. Eine Verwendung im 1. Weltkrieg erscheint ausgeschlossen.
Gruß
ulfberth
19.09.26, 15:47:18
Friedrich2
Hallo ulfberth,
vielen Dank!
Meine Frage rührte daher, dass ich davon ausging, dass das 51. Reserve-Infanterie-Regiment zum preußischen und nicht zum württembergischen Kontingent gehört und mich daher die württembergische Abnahme gewundert hat.
Vielleicht unterliege ich da aber auch einem Denkfehler.
Beste Grüße
Friedrich2
19.09.26, 20:36:11
ulfberth
geändert von: ulfberth - 19.09.26, 20:45:45
Hallo Friedrich2,
das trifft auf den 1. Weltkrieg auch zu. Nur hier sind wir bei 1888.
Siehe auch
HIER
Gruß
ulfberth