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blacky21

(Mitglied)

Danke für die Korrektur.Ein Bild des Scheidentragehakens habe ich noch gefunden.

01.10.20, 08:36:41

mario

(Administrator)

Zitat von Clouseau:
Da sich die Hinweise verdichten, dass es sich bei diesem und weiteren um ein Faschinenmesser aus dem Raum Coburg-Gotha handelt (s. auch den Beitrag vom 24.3.13 unter - Preußen - bis 1814 - FM 1787 -) sollte ein berufener Moderator sich der Sache annehmen und die diesbezüglichen Beiträge zusammenfassen und überarbeiten, um irgendwann zu einem Ergebnis zu kommen.


siehe dazu diesen Beitrag


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01.10.20, 10:56:01

Gottscho1914

(Moderator)

Bei Bredow - Wedel "Historische Rang - und Stammliste des deutsches Heeres",Teil I , Seite 603,Neudruck der Ausgabe 1905 ,finde ich andere Angaben zur Formation , wie bei genwiki .

Siehe hier :
Coburg - Gotha
1.7.1829 Vereinigung des Coburger Kontigents mit dem Bataillon Gotha zu einem Regiment .

1850 Neuformation:
Rgts. Stab , Musketier Bataillon , Jäger Abteilung

1.4.1851 Umwandlung:
Herzoglich Sachsen-Coburg-Gothaisches Infanterie-Regiment zu 2 Bataillonen

1.7.1861 Uebertritt in Preußische Verwaltung .

Gruß

Jens

01.10.20, 11:37:55

blacky21

(Mitglied)

Noch ein kleiner Hinweis,im anderen Blankwaffen-Forum--
wird unter preuß.FM M 1787 mit umgekehrter Parierstange ein anderes FM vorgestellt,leider ohne Bilder.

01.10.20, 15:33:31

Gottscho1914

(Moderator)

Hallo ,

zu dem Faschinenmesser habe ich von Herrn Ulrich Herr von der Deutschen Gesellschaft für Heereskunde folgende Informationen zur Veröffentlichung im Deutschen Blankwaffenforum bekommen :

Kurze Zusammenfassung des Forschungsstands:

Das Faschinenmesser wurde ab 1850 im Füsilier-Bataillon in Coburg geführt. 1849 hatte man sich während des Feldzugs in Schleswig-Holstein ein badisches Faschinenmesser ausgeliehen, welches als Vorbild diente.
Im Musketier-Bataillon in Gotha gehörte weiterhin ein Infanteriesäbel, der nicht weiter beschrieben wird zum Bestand.
Das Bataillon in Gotha wurde später mit den erst 1859/60 beschafften Faschinenmessern bewaffnet. Die Stempelung ist bisher nicht genau geklärt. Im Staatsarchiv Gotha konnte bisher hierzu nichts gefunden werden. 1853 lässt sich für das Füsilier-Bataillon ein Faschinenmesser mit der Stempelung 227 nachweisen. Im Museum in Langensalza befanden sich um 1900 einige Faschinenmesser mit der Stempelung nach dem Muster: I.B.3.169.
Die Parierstange zeigte tatsächlich vorn nach unten, wie Bonsack geschrieben hat. Siehe den angehängten Bildausschnitt eines 1866 in Frankfurt am Main aufgenommenen Fotos.
Literatur: Ulrich Herr: das Militär des Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha unter Herzog Ernst II. (1844-1867). Berlin 2018, S. 164f.
Ausführliche Angaben auch zu Herstellern in einer der Ausgaben der Zeitschrift für Heereskunde 2021.


Meinen herzlichen Dank an Herrn Ulrich Herr für diese Informationen .

Gruß

Jens

Foto :
Frankfurt am Main 1866 , gut ersichtlich ist hier das Faschinenmesser mit der vorn abwärts gebogenen Parierstange


06.10.20, 17:47:46

Clouseau

(Mitglied)

Der passende Fachartikel zum Thema ist zwischenzeitlich erschienen in der Zeitschrift für Heereskunde, Heft 479, Januar/März 2021, ab S. 47.

Die hier bereits geäußerten Vermutungen können darin mit weiteren interessanten Fakten bestätigt und belegt werden.

19.02.21, 19:16:43
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