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Spartaner545

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Hallo Zusammen,

heute möchte ich euch einmal ein Infanterie-Faschinenmesser M/52 mit Marineteilstempel vorstellen.

Die Klinge ist leider komplett hinüber aber der Griff mit den interessanten Stempeln ist noch gut erhalten.

Militärfiskalische Abnahme auf dem Rücken der Klinge sowie der Parierstange ist FW60.
Hersteller der Klinge nicht mehr erkennbar.
Marineteilstempel: S.B. 271.

Das gute Stück wurde also bei dem Seebataillon als Faschinenmesser Nummer 271 geführt.

Laut H. Reckendorf wurden bereits 1852 350 solcher Faschinenmesser für die Marine bestellt. Bei seiner Aufstellung wurde dem, damals einzigen, Seebataillon das Zündnadelgewehr M/41 samt Bajonett sowie das Infanterie-Faschinenmesser M/52 als Seitenwaffe zugewiesen. 1862 bekam das Seebataillon dann schon das Zündnadelfüsiliergewehr M/60 zusammen mit dem zugehörigen Füsilierseitengewehr M/60. Da sich das Füsilierseitengewehr auch als Hiebwaffe eignete, entfielen die Faschinenmesser somit für das Seebataillon. Die Faschinenmesser wurden allerdings noch sehr lange in verschiedenen Einheiten der königlichen und später auch kaiserlichen Marine geführt.

1908 finden sich zum Beispiel noch 150 solcher Faschinenmesser bei der I. und II. Matrosen-Division, je 50 Stück pro Werft-Division, 9 Faschinenemsser für jede Matrosen-Artillerie-Abteilung sowie 42 Stück in der I. Torpedo-Abteilung und 18 Stück in der II. Torpedo-Abteilung.

Auch im ersten Weltkrieg lassen sich wohl noch kleine Mengen der Faschinenmesser im Marine-Etat nachweisen.

Quelle: Reckendorf, Hans 1983: Die Handwaffen der koeniglich preussischen und der kaiserlichen Marine, Selbstverlag des Verfassers; Dortmund-Schönua, Seite 102 ff.


Beste Grüße

Vincent

19.07.20, 10:28:03

Clouseau

(Mitglied)

Hierzu passt das folgende Bild.

19.07.20, 19:05:58
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