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joehau

(Mitglied)

Sabre d'Officier d'Infanterie Mle 1882

Gesamtlänge: 934 mm
Klingenlänge: 800 mm
Klingenbreite max.: 22 mm
Länge der Scheide: 874 mm

Hersteller: Manufacture d'armes de Châtellerault

Das Degenmodell 1882 wurde von den Offizieren der Infanterie, Génie, Tirailleurs, Zouaven,
Kolonialtruppen (außer Artillerie), Gendarmerie, Chasseurs ( Jäger ), Chasseurs Alpins und
der Garde Républicaine à pieds geführt.

Die einfache Gestaltung des Degens veranlasste viele Offiziere, sich ausgefallenere Varianten
anfertigen zu lassen. Unter Beibehaltung der regulären Klinge, wurde die Montierung durch
andere Metalle und/oder mit einer größeren Zahl Seitenbügel aufgewertet.

Die Klingenlänge war anfangs einheitlich auf 830 mm festgelegt, durfte später jedoch je nach
Körpergröße auch 900 mm, 850 mm, 800 mm oder 750 mm betragen. Dieses Modell erlebte
seine Blütezeit während des Krieges 1914-18 und wurde bis zum 13. 08. 1925 getragen.
Danach gingen die Degen noch an die Offizierskadetten der École Nationale Supérieure des
Officiers de Sapeurs-pompiers (ENSOSP). Das Modell wird dort bis heute bei Paraden geführt.

12.07.20, 01:43:22

joehau

(Mitglied)

Stempel:

Herstellerinschrift in Schreibschrift auf der Klingenwurzel links:
'Manufacture d'armes de Châtellerault x-bre 1918 Offer. d'Infrie. Mle.1882',
'x-bre 1918' steht für das Herstellungsdatum Dezember 1918,
darunter zwei Abnahmestempel, C im Doppelkreis für Louis Chateau
und J im Doppelkreis für M.R.Jacquet.


Als Hersteller sind neben Manufacture de Châtellerault auch Coulaux&Cie.,
als Lieferanten sind Balp in Saint-Étienne und in Paris E.Bidal, Barré, Spiquel,
A.Giroult, François Backes und Delacour bekannt.


12.07.20, 01:46:48

joehau

(Mitglied)

Sabre d'Officier d'Infanterie Mle 1882 mit Stahlkorb

Gesamtlänge: 952 mm
Klingenlänge: 826 mm
Klingenbreite max.: 25 mm
Länge der Scheide: 846 mm

Hersteller: nicht bekannt

Stempel: keine


Beschreibung:

vier Griffbügeln aus poliertem Eisen, von denen drei auf der rechten Seite liegen
Stichblatt tropfenförmig abwärts auslaufend
Angel verschraubt, keine Öse für den Faustriemen im Griffbügel
Hilze aus Büffelhorn mit 12 Rillen, Drahtwicklung nicht vorhanden
blanke, zweischneidige Degenklinge mit linsenförmigem Querschnitt
versetzt angeordnete, beidseitige Hohlkehle
vernickelte Stahlblechscheide mit einem beweglichen Ring
symmetrisches Schleppblech


Anmerkungen:

Degenmodell 1882 mit Gefäßvariante aus Eisen.
Nicht abgenommene Klinge ohne erkennbaren Hersteller.



18.08.20, 17:41:58

Zietenhusar

(Supporter)

Zitat von joehau:
Unter Beibehaltung der regulären Klinge...
Obwohl man unter den Klingen ebenfalls eine nicht unerhebliche Vartiantenvielfalt findet, was die Kehlung anbetrifft.

19.08.20, 05:18:11

joehau

(Mitglied)

Bei diesem Modell, gibt es nichts, was es nicht gibt. Ich habe einen
Degen im Netz gesehen, der hat eine Dreikantklinge von Coulaux & Cie.,
Lieferant E.Bidal, Paris, und nur 2 Seitenspangen.

Das Gefäß kann aber auch mal bis zu 8 Spangen haben.

19.08.20, 19:11:50
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