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ulfberth

(Zeugwart)

Ein seltener Militärhelm wurde in den letzten Tagen aus dem Museum Hildburghausen entwendet. Nähere siehe HIER.

Gruß

ulfberth


www.seitengewehr.de
30.01.20, 21:38:46

ulfberth

(Zeugwart)

Hildburghausen - Der historische Stahlhelm im Wert von etwa 3.000 Euro stamme aus dem Jahr 1870, teilte die Polizei am Donnerstagmorgen mit. Er hatte ein markantes Einschussloch am oberen Teil. Vermutlich entwendeten der oder die Täter den Helm während der regulären Öffnungszeit des Museums von einer Holzkonsole. Die Polizei sucht Zeugen.

Der Diebstahl sei offenbar in der Zeit zwischen dem 22. und 26. Januar 2020 begangen worden, teilt das Museum mit. Der Infanteriehelm sei auf einer Eckkonsole ausgestellt und befestigt gewesen, hieß es.

Der Helm war dem Museum bereits im Jahre 1913 übergeben worden und stammte von dem Hildburghäuser Bürger Alfred Heine, Sohn des Seminaroberlehrers Adolf Heine. Er hatte den Helm nach seiner Ausbildung im II. Bataillon des 6. Thüringischen Infanterieregiments Nr. 95 in der Hildburghäuser Schlosskaserne als Musketier im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 getragen. Dort erhielt der Helm in der Schlacht bei Le Mans am 12. Januar 1871 einen Durchschuss im oberen Drittel, den sein Träger jedoch mit einem leichten Streifschuss überstand. Die Herkunft des Helms und die Geschichte des Durchschussloches waren nach der Übergabe an das Museum im Jahre 1913 auf einem auf den Lederschirm geklebten Zettel handschriftlich festgehalten worden.

Bei einer Restaurierung des Helms 1989/90 sei das Einschussloch und auch der aufgeklebte Zettel über die Geschichte des Helms unverändert belassen worden. Die interessante und eng mit der Stadt verbundene Geschichte dieses Helms mache ihn für das Stadtmuseum so wertvoll und seinen Verlust umso schmerzlicher, teilte das Museum weiter mit.

Das Museum bittet daher um Mithilfe bei der Suche nach diesem. Jeglicher Hinweis zum derzeitigen Verbleib oder zu Versuchen des oder der Täter, das Objekt zu verkaufen, könne hilfreich sein. Hinweise nimmt sowohl die Polizei, als auch das Museum unter Telefonnummer 03685/403689 oder Mail museum@hildburghausen.de entgegen. cob

Quelle: inSüdthüringen.de


www.seitengewehr.de
31.01.20, 09:34:36
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