B L A N K W A F F E N
DAS FORUM FÜR SAMMLER,
HEERESKUNDLER & INTERESSIERTE
 
 
Autor Nachricht

Spartaner545

(Mitglied)

Hallo Zusammen,

hoffentlich sind alle Forumsmitglieder gut ins neue Jahr gestartet!

Anbei einmal ein Degen aus meiner Sammlung. Es handelt sich um einen preußischen Kavalleriedegen 1889. Dieser wurde von E&F Hörster Solingen hergestellt und mit der (leicht verschlagenen) militärfiskalischen Abnahme W93 versehen. Das Emblem im Gefäß zeigt den preußischen Adler. Die Klinge ist kriegsgemäß scharf geschliffen. Der Truppenstempel "1.G.D.3.51." befindet sich auf dem Korb sowie der Scheide, der Stempel "3.51." befindet sich auf der Innenseite des Mundblechs.

Es handelt sich also um ein nummerngleiches Stück des "Garde-Dragoner-Regiment Königin Viktoria von Großbritannien u. Irland Nr.1, 3. Eskadron, Degen Nr. 51." Passend dazu ein dienstlicher Faustriemen der dritten Eskadron, zu erkennen an dem gelber Kranz. Dieses Regiment war stets in Berlin stationiert und war 1914 Teil der 3. Garde-Kavallerie-Brigarde / Garde-Kavallerie-Division / Garde-Korps.

Interessant ist für mich noch, dass die Scheide keinen unteres Ringband mehr hat, sie muss also später zu diesem frühen KD89 hinzugekommen sein. Ebenfalls erwähnenswert ist die Reparatur des Ortblechs/Schleppblechs.


Beste Grüße

Vincent

02.01.20, 15:22:59

ulfberth

(Zeugwart)

Warum soll beim Entfernen des unteren Tragerings nicht auch das Ringband mit entfernt worden sein? Bei der späterem Brünierung der Scheide wurde der Teil-Truppenstempel dann in das Trichtermundstück geschlagen. Sinn war die spätere Zusammenführung der Scheide mit dem richtigen Mundblech.

Eine interessante Schlepperreparatur mit der Namensmarkierung des ausführenden Büchsenmachers.

Gruß

ulfberth


www.seitengewehr.de
02.01.20, 17:25:26

Spartaner545

(Mitglied)

Hallo Ulfberth,

danke für deine Ausführung zu dem Teil-Truppenstempel.

Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass man sich beim Entfernen des unteren Trageringes nicht die Mühe gemacht hat, das Ringband ebenfalls zu entfernen.
Es gibt schließlich einige Blankwaffen (Kür.D. 54, IOD n/M und eben auch der KD89) bei denen sich noch Exemplare finden, bei welchen das untere Ringband noch vorhanden ist, der Ring aber entfernt wurde.

Daraus habe ich dann geschlussfolgert, man könne "spätere" Scheiden stets an dem fehldenen, unteren Ringband erkennen und damit müsste jede Scheide ohne zweites Ringband auch eine solche "späte" Produktion sein.

Freut mich aber sehr zu hören, dass meine Scheide und der Degen doch von Beginn an zusammengehören könnten.

Beste Grüße

Vincent

02.01.20, 18:53:39

ulfberth

(Zeugwart)

Meines Erachtens kommen beide Varianten vor. Wobei die Methode, das Ringband stehen zu lassen erheblich häufiger und auch die vorschriftsmäßige ist. Offen bleibt dabei aber auch die Frage, wann die 93 abgenommene Waffe ausgegeben wurde. Auch hier können Unterschiede zu den Vorgaben möglich sein. Hier wären Waffen aus dem gleichen Regiment hilfreich. Es ließe sich damit zumindest erkennen, ob diese Form dort häufiger angewandt wurde.

Bei all diesen Spekulationen wäre es interessant zu wissen, ob die Regimentsgeschichte ein Datum zur Ausgabe des Degen vermerkt. 1893 erscheint mir für eine Garde-Regiment etwas spät. Ich hätte die Ausgabe der Degen dort früher erwartet.

Anbei die Vorschriftendetails zur Ausbesserung des Schleppers. Hier einmal Bilder aus dem preußischen Leitfaden der Truppen zu Pferde.

Gruß

ulfberth


www.seitengewehr.de
02.01.20, 20:16:31

Preussen

(Mitglied*)

Guten Tag, zur Zeichnung ein Foto
Gruss
Preussen


03.01.20, 11:56:12

Cater

(Mitglied)

Hallo ,
und hier die andere Variante .

Gruß
Ralf

03.01.20, 15:30:11
Gehe zu:
Benutzer in diesem Thema
Es lesen 1 Gäste und folgende Benutzer dieses Thema:
Archiv
Powered by: phpMyForum 4.2.1 © Christoph Roeder