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alter-opa

(Mitglied)

Auszüge aus der preußischen Vorschrift von 1877 über Größe und Art der Stempelungen.

25.12.19, 12:23:50

ulfberth

(Zeugwart)

Die Frage nach dem Alter des Stempels läßt sich m. E. nicht mit endgültiger Sicherheit beantworten. Daher nachfolgend ein paar Gedanken zum Thema:

In Preußen war bereits kurz nach 1866 die spätere Form mit unterschiedlichen Zahlengrößen für Regiments- / Kompagnie-Nummer sowie für die Waffennummer üblich.
Als Beispiel also 1. Posensches Landwehr-Regiment Nr. 18: 1. L. 10. 104. Also die Nummer des Truppenteils, der Truppenteil selbst und die Teileinheit (Kompagnie etc.) gleich groß und die Waffennummer mit kleineren Zahlen.
Hinzu kommt, daß bei Seitengewehren um 1860 der Ort der Stempelung bereits die innere Parierstangenseite ist.

Bis in die 50er Jahre wurden hierfür jedoch zumeist gleichgroße Buchstaben und Zahlen verwendet. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Daß der Landwehrstempel auf der oberen hinteren Parierstangenseite (?) nicht gelöscht wurde, spricht dafür, daß er zum Zeitpunkt seiner Verwendung als Trainsäbel bei der Artillerie keine Bedeutung mehr hatte.

Der Stempel dürfte aus der Zeit vor 1860 stammen. Wobei ich um 1840 für wahrscheinlicher halte. Dafür könnte auch sprechen, daß die S&K-Klinge noch keine Abnahme trägt und sich auf der Parierstange anscheinend auch keine weiteren Altstempel befindet. Wobei letzteres – trotz den vielfachen Ummontierungen im in den Depots – bei der Beurteilung noch ein weiteres Indiz wäre.

Gruß

ulfberth



www.seitengewehr.de
26.12.19, 09:35:00

rkone22

(User)

Vielen Dank für die ganze Arbeit die Ihr in diese Recherche gesteckt habt.
lachen
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29.12.19, 14:48:29
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