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heinrichhermann

(User)

Guten Abend,
zu meiner letzten Neuerwerbung ist mir vieles unklar.
Es handelt sich auf den ersten Blick um einen Husarensäbel im Naja-Zustand. Auffällig ist die Voll-Metall-Scheide ohne Leder-Mittelstück. Der Knauf ist halbkugelig und nicht flach, die Parierlappen eher halbrund. Es fehlt die Blutrinne vor dem Klingenrücken, Abnahmestempel finden sich keine. Als Herstellermarke sieht man auf der einen Seite die Bienenkorb-Marke mit "Solingen" = Samuel Hoppe, auf der anderen Seite C.Putsch Sohn, evtl eine Händler-Markierung. Aus den Firmengeschichten vermute ich eine grobe Datierung auf die Mitte des 19. Jahrhunderts, aber WO der Säbel denn sein Zuhause fand, ist mir völlig schleierhaft.
Oder ist es doch gar ein Franken-Säbel?

23.11.19, 20:05:31

Zietenhusar

(Supporter)

Guten Morgen,

ich vermute hier einen Sciabola da Truppa di Artiglieria a Cavallo Modello 1833*).

Gruß,
Thomas

*) Mannschaftssäbel für die berittene Artillerie Modell 1833, Italien

24.11.19, 05:52:13

corrado26

(Super-Moderator)

Da die Scheide nur einen Ring hat, handelt es sich um den italienischen Artilleriesäbel 1884!. Das Modell 1833 hatte an der Scheide noch zwei Trageringe.

24.11.19, 08:36:04

heinrichhermann

(User)

Unfassbar, da hätte ich lange suchen können. Vielen Dank!

Andreas

24.11.19, 12:03:13

Zietenhusar

(Supporter)

Ich hatte Freude an der morgendlichen Recherche.
Zitat von corrado26:
Da die Scheide nur einen Ring hat, handelt es sich um den italienischen Artilleriesäbel 1884.
Es verhält sich hier ähnlich wie bei den französischen Blankwaffen dieses Zeitabschnitts. Es bleibt beim Modell 1833, welches 1884 aptiert wurde und wird dann auch als Modello 1833/84 bezeichnet.

Gruß,
Thomas

24.11.19, 12:37:19
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