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Pauker

(Mitglied)

Liebe Blankwaffenfreunde,
bitte Meinung.
Schlagstempel des Schwertfegers J(Jacob) Glauth auf der Quartseite (innen) des Griffbügels. Der Stempel taucht ebenfalls bei einem Kavallerie-Offizier-Säbel terzseits am Griffbügel auf.
(s. Löbner, Frankfurter Blankwaffen, S. 104).
Der „Briquet", Modell 1818, wurde in Hessen 1826 eingeführt. (runder Parierstangenendknopf, Keilklinge)
Das hier gezeigte Modell mit eckigem Endknopf ist älter.
Die Troddel wirft ebenfalls Fragen auf, da in dieser Art für Frankfurt nicht bekannt. (s. Löbner, Frankfurter Blankwaffen, S. 86).
Ein schwarzblauer Faden ist teilweise erkennbar. Uffz.-Troddel?
Der Briquet kam kürzlich aus der Gegend von Leipzig.
Was ist von der Vernietung zu halten? Bitte Meinung.
Viele Grüße Pauker


12.03.19, 20:01:13

mario

(Administrator)

Hallo,
den Stempel auf dem Gefäß würde ich eher den Gelbgießer des Gefäßes zuordnen.
Mir hatte er auch gefallen.
Gruß Mario


123
12.03.19, 21:15:36

Pauker

(Mitglied)

den Stempel auf dem Gefäß würde ich eher den Gelbgießer des Gefäßes zuordnen.
Jacob Glauth leistete 1815 den Bürgereid als Schwertfeger. Das gießen von Gefäßen usw. gehörte zur Profession. (s. u.a. Krünitz)
Siehe Löbner, Volker: Frankfurter Blankwaffen S. 49 - 55
Die Klingen bezog Glauth teils Solingen, teils suchte er Restbestände aufzukaufen
Anzeige S. 55.
Klingen sind z. T. signiert mit J. Glauth Schwerdtfeger me und J. Glauth Schwerdtfeger ms.... was auf einen Meistertitel deuten lässt.
Obige Lektüre ist übrigens fast eine Monografie zu Jacob Glauth, in der
seine Tätigkeit u. a. durch zeitgenössische Reparaturtabellen usw. aus der Zeit vor 1833 dokumentiert wird.

Die am Briquet befindliche Troddel gehört gemäß Herrn Thelen nach Hohenzollern – ist also keinesfalls Frankfurt zugehörig.

Viele Grüße
Pauker

Gestern, 20:11:13
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