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joehau

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Sabre-baïonnette Mle. 1866 - Troisième République

Gesamtlänge: 698 mm
Klingenlänge: 575 mm
Klingenbreite: 29 mm
Laufring Ø: 17,5 mm
Länge Scheide: 588 mm

Hersteller: Manufacture d'armes de Châtellerault

Gewehr: Fusil d'infanterie modèle 1866, Kal. 11 x 59R mm ( Chassepot-Gewehr )


11.03.19, 21:52:29

joehau

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Stempel:

Herstellermarke der staatlichen Manufaktur Châtellerault und Herstellungsdatum
Oktober 1873 auf dem Klingenrücken 'Mre d'armes de Châtt 8bre 1873'
Waffennummer AB51938 und 3 Abnahmestempel Parierstange links
L und unleserlicher Stempel auf dem Parierstück klingenseitig
2 Abnahmestempel auf der Klinge rechts
verschiedene Ziffern und Stempel in der T-Nut
'5' und ein Abnahmestempel auf der Scheidenkugel



11.03.19, 21:55:39

joehau

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Sabre-baïonnette Mle 1866 - Gouvernement de la Défense nationale

Gesamtlänge: 700 mm
Klingenlänge: 578 mm
Klingenbreite: 30 mm
Laufring Ø: 18,4 mm ( anstatt 17,5 mm )
Länge Scheide: 588 mm

Hersteller: Manufacture impériale d'armes de Saint Etienne ( heute: MAS )

Gewehr: Remington Rolling Block Rifle, cal. 44 égyptien


Nach Sedan und dem Untergang des 2. franz. Kaiserreiches im September
1870 setzte die 'Regierung der Nationalen Verteidigung' den Krieg fort. Da die
aufgestellten Truppen nicht mehr über genügend Chassepot-Gewehre verfügten,
kaufte die Regierung im Ausland ein Sammelsurium verschiedener Waffen mit
unterschiedlichen Kalibern an.

Das hier gezeigte Mle.1866 wurde im September 1870, bereits ohne die
korrespondierende Gewehrnummer eines Chassepot-Gewehrs hergestellt.
Der Laufring Ø wurde auf 18,4 mm vergrößert und die hintere Kante des
Griffkopfes für das Remington Rolling Block Gewehr abgeflacht.


13.03.19, 16:16:20

joehau

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Stempel:

Herstellermarke und Datum ( September 1870 ) auf dem Klingenrücken
'Mre Imple de St Etienne 7bre 1870'
Waffennummer 530 und 3 Abnahmestempel auf rückseitigem Parierstück
verschiedene Ziffern auf dem Parierstück klingenseitig
2 Abnahmestempel auf der vorderen Klingenseite
verschiedene Ziffern und Stempel in der T-Nut
1 Abnahmestempel auf der Scheidenkugel



13.03.19, 16:20:01

joehau

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Sabre-baïonnette Mle 1866 - Empire français

Gesamtlänge: 690 mm
Klingenlänge: 563 mm
Klingenbreite: 30 mm max.
Laufring Ø: 17.5 mm
Länge Scheide: 587 mm


Hersteller: Weyersberg, Solingen / Cahen-Lyon&Cie., Paris


Die Klinge oder das gesamte Bajonett wurde von Weyersberg in Solingen an die
französische Privatfirma Cahen-Lyon et Cie. geliefert. Das Präfix U ( und V ) vor
der Seriennummer steht für Cahen-Lyon, Paris.

Der Entwickler des Infanteriegewehrs Mle.1866, Antoine Chassepot,
verkaufte 1866 seine Patentrechte an die Gewehrfirma Isaac Cahen-Lyon, schied
1867 aus dem Staatsdienst aus und wurde Direktor und Miteigentümer bei Cahen-Lyon.

Frankreich wollte die Umrüstung auf das Zündnadelgewehr Mle.1866 bis 1868
abgeschlossen haben. Da die Kapazitäten der staatlichen Manufakturen nicht
ausreichten, erhielt Isaac Cahen-Lyon am 15.04.1867 den Auftrag, 100.000
Chassepotgewehre für die französische Armee und kurz darauf weitere 5.000
für die Marine zu liefern. Cahen Lyon beteiligte daran die englischen Firmen
Webley & Sons, Potts & Hunt, Hollis & Sons, Tipping & Lowden Birmingham,
Zuazubiscarm in Spanien, Glisenti in Brescia, Italien, Francotte und Mordant
in Lüttich und P.Stevens in Maastricht, Niederlande als Subunternehmer.

Die Mle.1866 Bajonette kamen teils von diesen Gewehrherstellern aber auch
von verschiedenen Solinger Firmen.

13.04.19, 14:41:39

joehau

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Stempel:

Herstellermarke 'Königskopf' auf der rechten Fehlschärfe
Waffennummer U89799 links auf der Parierstange
Abnahmestempel B im Kreis auf der linken Fehlschärfe
'Pik' Symbol in der T-Nut
Waffennummer U89799 und 1 Abnahmestempel am Scheidenmund


13.04.19, 14:45:18

joehau

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Sabre-baïonnette Mle 1866 - Empire français

Gesamtlänge: 700 mm
Klingenlänge: 578 mm
Klingenbreite: 30 mm
Laufring Ø: 17,5 mm
Länge Scheide: 588 mm


Hersteller: Manufacture Impériale de Mutzig, Elsass

Die Manufaktur Mutzig gehörte zur Privatfirma 'Coulaux et Compagnie' (1840 - 1887).
Charles Louis Coulaux übernahm die Direktion der Manufakturen in Klingenthal,
Molsheim, Mutzig und Greßweiler. 1866 begann die Herstellung von Bajonetten
für das ebenfalls in Mutzig hergestellte Mle.1866 'Chassepot' Gewehr. Den
Seriennummern war in Mutzig nur die Präfixe D oder E vorangestellt. Nach
dem Krieg 1870/71 fiel das Gebiet wieder an Deutschland und Coulaux & Cie.
produzierte unter anderem S71.



29.07.20, 20:47:27

joehau

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Stempel:

Herstellermarke und Datum auf dem Klingenrücken
'Mre.Impale.de Mutzig 9bre1868' (November 1868)
Waffennummer E67932 und 3 Abnahmestempel C Krone, M Krone, B Stern Parierstange links
2x 'I' und einmal 'Z' auf dem Parierstück klingenseitig
2 Abnahmestempel C Krone, C Stern auf der Klingenwurzel rechts
'F' Klingenwurzel links
verschiedene Ziffern und Stempel in der T-Nut
diverse, z.T. gestrichene Seriennummern am Scheidenmund


Präfixe der Mle.1866 Seriennummern

A, B, C, Châtellerault
D, E, Mutzig ( ab 1874 Châtellerault )
F, G, H, J, K, L, M, N, P, Q Saint-Etienne
O St. Etienne ( 12.000 Stk. für die Chasseur de Afrique )
R, S, T Tulle
U, V fabrication de l'industrie privée Cahen-Lyon et Cie. ( ab 1874 Tulle )
X commission d'armement (1870-1871)
Z einzelne Bajonette ohne zugehöriges Gewehr und Truppen,
die nicht mit einem Gewehr ausgestattet waren - z.B. Militärmusik


Rückeninschriften der Mle.1866 im 2. Kaiserreich:

- Mre Impale de Chatt - Manufacture Impériale de Chatellerault
- Mre Impale de St Etienne - Manufacture Impériale de Saint Étienne
- Mre Impale de Tulle - Manufacture Impériale de Tulle
- Mre Impale de Mutzig - Manufacture Impériale de Mutzig (bis April 1870)
- Stehelin & Cie . Bitschwiller Than, ( Elsass )
- Y.Funcke & Cie . Herdecke ( vermutl. für Cahen-Lyon 1867-1868 )





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