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Pauker

(Mitglied)

Diese Schließe wurde als „Koppelschloss" angeboten.

Der „F-Adler” mit angedeuteter Stadtkrone unter einem von Säulen getragenen Torbogen (Stadttor?) entspricht in seiner Flügel- und Schwanz­federform dem Typ von 1815 – 1833.
Eine ähnliche Darstellung findet sich auf der Klinge eines Schützen-Ehrensäbels.
Die scharnierartige Funktion der Schliesse erinnert an einen Gurtverschluss für eine Kassette, Buch, Kladde oder ähnliches, wobei die Schließe so gearbeitet ist, dass bei senkrechter Stellung das Scharnier verdeckt wird. Folglich handelt es sich nicht um ein Koppelschloss!
Auch die ornamentale Randverzierung (Rapport von geschwungene Klammern) spricht dagegen.
Die Doppellöcher dienten vermutlich zum Annähen, wobei der Faden in einer Rille zu liegen kam. Oder soll der Faden durch eine Rille angedeutet werden,
sodass der Beschlag angenagelt wurde?
Zwei Knöpfe zwischen zwei ornamental verzierten Kartuschen dienten als Verschluss.
Bronze, Größe ca. 14 x 6 cm. Stadtwappen vernietet.

Bitte Meinung – Idee, wohin gehörte diese Schließe ursprünglich?
Gruß Pauker

10.02.19, 15:19:45

corrado26

(Super-Moderator)

Ich bin ebenfalls der Meinung, dass dies eine Buchschließe ist, die mittels Faden auf einem kräftigen Lederdeckel befestigt war.
corrado26


10.02.19, 17:39:43

Pauker

(Mitglied)

Danke für die Bestätigung meiner Annahme.

Interessanterweise soll das Stück aus einem Ort bei Wetzlar stammen.
Wetzlar war in der Zeit von 1806 – 1810 Departement des Grhzgt. Frankfurt.

Viele Grüße
Pauker

10.02.19, 21:05:58
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