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Klaus69

(User)

Hallo, bin neu hier und grüße erst mal alle.

Ich habe aus einen Nachlass eine Blankwaffe erhalten, zu der ich gerne
eine zeitliche (aber auch wertmäßige) Einschätzung hätte. Der Krummsäbel
wurde vor ca. 30 Jahren in England erworben, die Klinge ist 4 cm breit
und 75 cm lang. Die Klinge ist über die gesamte Länge graviert, allerdings
sind die Gravuren nur noch schwach zu sehen, das Gütesiegel "Gills warranted"
ist noch gut zu lesen. Der Griff beinhaltet eine Löwenkopf und im
"Handschutz" ist eine Krone eingearbeitet (siehe Fotos).

25.04.18, 10:08:17

ulfberth

(Zeugwart)

Ein englischer bzw. hannoverscher Offiziersäbel Pattern 1803. Siehe auch HIER

Zur Schwertfegerfamilie GILL siehe auch HIER und HIER

Gruß

ulfberth


www.seitengewehr.de
25.04.18, 10:18:42

Klaus69

(User)

Hallo Ulfberth,

vielen Dank für die links...dann wurde die Waffe also in England hergestellt und kann etwa auf die Zeit um 1800 herum datiert werden.

25.04.18, 11:12:27

Klaus69

(User)

Kann mir jemand sagen, was der Säbel in etwa wert ist.

Da ich keinen Platz zuhause und zudem kleine Kinder habe, möchte ich
ihn gerne verkaufen. Zum Verstauben im Keller ist er zuschade, aber
verschenken will ich ihn auch nicht.....

Vielen Dank für jede Hilfestellung.

27.04.18, 13:47:05

Klaus69

(User)

Ich habe noch eine Frage zu der zeitlichen Zuordnung. Ich habe in den Unterlagen aus dem Nachlass noch eine handschriftliche Notiz zu dem Säbel gefunden. Dort wird der Säbel aufgrund der Verzierungen am Griff dem englischen König Georg I. zugeordnet. Da dieser aber von 1714-1727 regiert hat, kann das eigentlich mit der gravur "Gills warranted" nicht übereinstimmen, da der Name Thomas Gill erstmals 1748 erwähnt wird. Kann es sein, dass der Griff älter ist und später eine neue Klinge angebracht wurde?

02.05.18, 11:52:23

corrado26

(Super-Moderator)

An Hand des Monogramms alleine ist eine Unterscheidung zwischen Georg I., Georg II., oder Georg III., IV. und V. nicht möglich. Das "GR"-Monogramm blieb bis auf Nuancen über die ganzen Herrschaftszeiten praktisch unverändert. Die einzige Datierungsmöglichkeit ist also die Herstellersignatur. Auf eine eher ungenaue Notiz zur Waffe würde ich nichts geben.
corrado26

03.05.18, 10:48:07

excalibur

(Moderator)

ja, notizen sind relativ. ich habe in einem engl. buch einen recht ähnlichen gefunden, mit elfenbeingriff, der auch als M 1803 aufgeführt ist.... ist aber kein beweis. was ein altes gefäß und eine neuere klinge betrifft, war das eher umgekehrt....eine alte klinge in neuem gefäß kam desöfteren vor, aber eine neue klinge in altem gefäß erscheint dann eher suspekt, da die gefäße und montierungen ja mit der mode gingen....klingen eher weniger.

03.05.18, 12:00:42

Klaus69

(User)

Nochmals vielen Dank für Eure Hilfe. Ich denk, mit den gesammelten Informationen bin ich um Einiges schlauer. Wenn man davon ausgeht, dass Klinge und Gefäß zusammengehören und wenn man die Schaffenszeit von Thomas Jill berücksichtigt, dann muss die Herstellung in die Regierungszeit von George III fallen (passt auch zum Monogramm).

11.05.18, 09:10:33
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