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Sabine

(User)

hallo zusammen,

vor ca. 50 Jahren fand mein bereits verstorbener Bruder bei einem Hausabriss auf dem Dachboden 4 Schwerter. Meine Schwägerin würde nun gerne mehr über diese aus dem 19. Jh. stammenden Schwerter wissen.
Der ehemalige Besitzer muss unter Prinz August von Württemberg gedient haben. Das Schönste hat auf der Klinge eine aufwendige Gravur aus der dieses hervorgeht.
Ich habe auch noch bessere Bilder, auf der man die Aufschrift besser erkennt. Leider haben Diese zu viele MB. auf der Klinge ist auch noch eine "No 10" vermerkt. kann mir jemand etwas darüber erzählen?

27.05.17, 14:22:49

joehau

(Mitglied)

Zitat von Sabine:
Der ehemalige Besitzer muss unter Prinz August
von Württemberg gedient haben. Das Schönste hat auf der
Klinge eine aufwendige Gravur aus der dieses hervorgeht.


Hallo Sabine


fangen wir mal beim ersten an:
Es ist ein privat angeschaffter Kavalleriedegen 'KD89'.

Die Klingenätzung besagt, dass der Besitzer vermutlich beim preussischen
Ulanen-Regiment 'Prinz August von Württemberg' (Posensches) Nr. 10
gedient hat.

Den Degen konnte man einfach kaufen und entsprechend seinem Truppenteil
ätzen lassen. Die Scheide war mal brüniert und ist, nachdem sie verrostet
war, mit Silberbronze übermalt worden.

28.05.17, 05:15:03

Clouseau

(Mitglied)

Der preußische Kavalleriedegen 89 (KD 89) wurde im Jahr 1889 eingeführt. Hier handelt es sich um eine Privatausführung mit nur noch einem Tragering.
Die Ätzung auf der Klinge verweist auf den früheren „Chef“ des Regiments (1866-1885), eben den Prinzen August von Württemberg (1813-1885). Die auf der Klinge vorhandene Benennung erhielt das Regiment erst nach dessen Tod im Jahr 1889. Es war in Züllichau stationiert.
Als Privatausführung ist der Degen mit einem Klappgefäß versehen. Die äußere Klappe fehlt hier. Darauf war ein preußischer Adler mit dem Hohenzollernschild zu sehen.


Das „kurze Schwert“ ist ein Seitengewehr M. 1871, vermutlich ebenfalls Preußen. Der hintere Teil der Parierstange ist nach oben verbogen, so dass es nicht mehr auf ein Gewehr aufgesetzt werden kann.


Die beiden letzten Waffen könnten ein Artilleriesäbel und ein sächsischer Infanterie-Offiziersdegen M. 1867 sein; anhand der schlechten Fotos ist das aber nicht sicher zu bestimmen. Beide sind ebenfalls um 1900 einzuordnen.
Bei dem Degen scheint etwas auf dem Griff aufgelegt zu sein. Hier wäre ein größeres Foto notwendig.


28.05.17, 10:34:46

Sabine

(User)

Vielen Dank für die Antworten!
Das eine Schwert hat auf dem Griff ein Posthorn.
ich würde gern bessere Bilder einstellen. Weiß aber nicht wie. Ich kann aber meine Schwägerin bitten, die Schwerter noch einmal zu fotografieren.

Wie sind die Schwerter Wert mäßig zu bewerten?

28.05.17, 10:58:55

Sabine

(User)

Habe nun den Griff des Schwerte mit dem Posthorn hoch geladen.

28.05.17, 12:21:15
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