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VaJo

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Omi no Kami Fujiwara Tsuguhira (jo-saku) Wazamono ( in einer Liste von 228 Schwertschmiedemeistern die die schärfsten Schwerter schmieden) stammte aus der Provinz Echizen/ Musashi und war ein erfolgreicher Schüler der Echizen-Yasutsugu Schule in der 3. Generation. Das Schwert wurde zwischen 1661 - 1673 gefertigt.
Shodai (der Erste) Tsuguhira's späteres aktives Schaffen in der Enpo Periode (bed. längerer Reichtum) um 1673-1681 in Edo (heutiges Tokio) unter Tokugawa Ieyasu dem dritten Reichseiniger, begründete eine neue Generation von Schmieden die den Namen Tsuguhira trugen. Kennzeichen war ein qualitativ hochwertiges geschmiedetes Jigane (Schwertstahl) das durch seine Dichtheit in der Struktur wie ein Spiegel glänzt. Der Hamon ist Suguha. Nie (Martensit Nebel) ist sehr fein. Die Politur ist für ihr Alter noch in einem sehr guten Zustand.

Sorry für die unprofessionelle, verrauschte Bildqualität, ich übe mich noch in der Fotografie. Aber man kann doch recht gut die Eigenschaften des über 340 Jahre alten Schwertes erkennen.


01.05.17, 15:56:34

VaJo

(Mitglied)

Kleine Anmerkung noch im Bezug auf die Nakago (Schwertangel). Das Schwert wurde gekürzt (suriage). Schaut bitte mal auf die Dübellöcher (mekugi ana). Diese sind geschlagen nicht gedreht. Zusammen mit der authentischen Signatur ist das Schwert von Tsuguhira vermutlich selbst gekürzt worden. Die Nagasa (Länge der Schneide) beträgt 69,4 cm. Und entspricht der damaligen Mode kürzere Katana zu tragen.

02.05.17, 07:37:44

Spartaner545

(Mitglied)

Hallo,

auch auf die Gefahr hin mich hier vielleicht lächerlich zu machen... Ich kenne mich mit japanischen Schwertern und Klingenwaffen überhaupt nicht aus, finde sie aber sehr ästhetisch und schön anzuschauen.

Gibt es die Möglichkeit nochmal eine Gesamtaufnahme der Klinge mit montiertem Griff zu bekommen, oder verstößt das gegen die Etikette japanischer Schwerter?


Vielen Dank fürs Vorstellen dieser wundervollen Schwerter

Vincent

02.05.17, 12:35:09

VaJo

(Mitglied)

Hier noch Bilder der Klinge, Tsuka und Tsuba.




02.05.17, 14:03:01

KAJIHEI

(Mitglied)

Ich sage dazu nichts. Pause
Oder, Die Koshierae ist nicht sehr alt, die Klinge Machiokuri und Surigae und das bei Tsuguhira..

04.05.17, 13:07:45

VaJo

(Mitglied)

Oberlehrer Keine sehr nette Bemerkung über ein Schwert dieses Kalibers.
Machi okuri wurde gemacht um die Schneide zu kürzen.
Und das suriage betrifft nur wenige Zentimeter vielleicht auch nur einige Millimeter. Die Kürzung ist hervorragend gemacht! Nach der Befriedung durch Ieyasu wurden die Schwerter deutlich kürzer weil sie nun Bestandteil der zivilen Kleidung wurden. Warum das bei einem Tsuguhira jetzt außergewöhnlich sein soll mußt Du mir bitte erklären. Selbst Masamune wurden so gekürzt. Hozon bekommt die Klinge alle mal, so bewahrenswert ist sie. Nicht sattelfeste Leser könnten nun meinen das Schwert wäre in der Kategorie "Billigheimer". Bin jetzt ziemlich beleidigt.
Das Koshirae ist ca. 80 - 100 Jahre alt. Kupfer Seppa sind mit Goldfolie belegt, Habaki mit Silber.
Was genau stört dich also um zu sagen "ich sage dazu jetzt nichts". wütend

Geiles Schwert! Und die meisten wären froh so eines besitzen zu dürfen.

04.05.17, 15:36:51

VaJo

(Mitglied)

Mich würde interessieren wieviele Tsuguhira 1 Gen. noch existieren. Das Referenzschwert in der Datenbank beim Nihontoclub.com ist ebenfalls machi okuri zwinkern
Bei den einschlägig bekannten Tsuguhira mit ihren Bling Bling Ami Polierungen die nichts mehr mit dem originalen Anschein zu tun haben jauchzt jeder. Das ist so wenn man nur perfekt angerichtetes Fast Food zu sich nimmt und gar nicht mehr weis wie echtes Essen schmeckt. wütend




04.05.17, 15:40:09
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