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VaJo

(Mitglied)

Bitte auch im Hinterkopf behalten, das die Chinesen sofort nach Kriegsende begannen diese Trophäen für die US Soldaten zu produzieren. Jeder US Soldat im Pazifikkrieg wollte ein Schwert mit nach Hause bringen um zu zeigen das er ganz vorne mit dabei war (auch wenn er vielleicht nur den ganzen Krieg in der Schreibstube verbracht hat). Und Typ98 waren eben Offiziersschwerter und damit viel seltener als Typ95.

Viel schlimmer noch war die Situation bei Kai Gunto. Die meisten Schiffe der Japaner wurden versenkt und mit ihnen die Offiziere an Bord und deren Schwerter. Zudem war Salzluft Gift für die Klingen. Und so kam es das in Tokyo kurz nach Kriegsende ein Shop Kai Gunto (After War) in einer ganz simplene Ausführung aus maschinengefertigten Klingen (nahezu rostfrei) produzierte. Diese Schwerter werden heute als Kai Gunto late, NCO Marine, oder als Luftlandeschwerter bezeichnet was natürlich barer Unsinn ist. Anfang der 50er wurde der Laden dann von der US Militärverwaltung geschlossen. Die Schwerter geistern aber immer noch regelmäßig bei Ebay und Egun umher oder tauchen in Foren auf.

04.02.17, 08:33:46

Leroux

(User)

Jep, ich würde auch sagen, dass es eine gute Kopie des 98 Shin Gunto ist.
Ich beschäftige mich ja schon seit kurzem mit japanischen "Messern" und hab auch schon eine Menge Infos zu verschiedenen Samurais finden können.

Ich selber habe mir mein erstes bei https://www.schwertshop.de/samurai-schwert-das-katana-kaufen.html bestellt und bin gespannt wie es real aussieht freuen
Werde aber auch noch einmal ein kleines Feedback dazu abgeben wenn ich es in meinen Händen halte.

24.07.17, 09:02:22

VaJo

(Mitglied)

Hallo Leroux

das sind keine "echten japanischen Messer". zwinkern

Das sind alles China Klingen freuen

Schau Dir mal das Video an und achte darauf was er sagt.

Korehira Watan, one of Japan's last remaining Swordsmiths

03.08.17, 09:26:38

damoare

(User)

Hallo
So eins hab ich auch seit etwa Mitte der 80er Jahre. Aber nicht bei Frankonia gekauft weil mir die rund 400 DM damals schon total übertrieben vorkamen. Es ist einigermaßen schön gemacht und dürfte das gleiche sein wie vom TE.

Gruß
Didi

13.09.17, 11:18:40

damoare

(User)

WEITER

13.09.17, 11:20:05

VaJo

(Mitglied)

Die Bilder sind extrem klein, da kann man kaum was erkennen. Aber an der Form der Nakago (Angel) kann man schon sehen das es vermutlich nicht japanisch ist

13.09.17, 12:51:41

damoare

(User)

Jetzt sind die Bilder grösser.
Ich gelobe Besserung!
Ich habe das Schwert auch als Kopie gekauft. Wenn ich mich recht entsinne habe ich damals 180 DM bezahlt.

13.09.17, 16:34:41

VaJo

(Mitglied)

Sie müssen sich mal ein echtes anschauen zwinkern

13.09.17, 21:15:50

damoare

(User)

Hallo Vajo
Das habe ich schon desöfteren getan und auch mit Ehrfurcht schon in Händen halten dürfen, natürlich nur mit Handschuhen an.
Diese Schwerter haben schon eine sehr faszinierende Aura, nicht nur wegen der hohen Handwerkskunst die ihnen inneliegt, auch diese Eleganz und Präzision in den Händen eines Meisters.
Ken tai ichi jo. Bitte verzeihen sie mir wenn ich es falsch geschrieben habe.
Leider mangelt es mir an dem nötigen Geld um mir ein echtes leisten zu können, zum anderen muss ich gestehen, gehört so ein Kunstwerk nicht in meinen Besitz, sondern dorthin wo es sein sollte, zu den Nachkommen des Samurais, der es einmal mit Stolz und Würde getragen hat.
Grüße
Didi

14.09.17, 02:14:42

VaJo

(Mitglied)

Wenn es sich nicht ausnahmsweise um ein Gendaito handelt hat ein Gunto mit Samurai ziemlich wenig zu tun. Außerhalb von Japan schätzen mehr Menschen japanische Schwerter als in Japan selbst. In Japan gelten zudem strenge Gesetze bzgl. Waffen. Jedes Schwert muss angemeldet sein, die Lizenz kostet Geld usw. 1875 ist das Feudalwesen und damit der Stand des Samurai ausgestorben. In den USA befinden sich seit dem Ende des 2. Weltkrieg mehr japanische Blankwaffen als in Japan selbst.

Aber das hat auch ein Gutes. Dadurch das diese Klingen weltweit gesammelt werden bleibt das Interesse und die Pflege erhalten. Sie vergammeln nicht in staubigen Magazinen von Museen, sondern bleiben der Allgemeinheit zugänglich. Das Studium des Nihonto ist überaus spannend. Ein riesiges Universum an Fakten und Geschichten.

Und so teuer ist der Einstieg in diese Welt nun auch wieder nicht. freuen

14.09.17, 08:40:25
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