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Murat

(Mitglied)

Die Ausrüstung von Jerome Napoleons Armee mit Handfeuerwaffen, lieferten die auf dem damaligen Gebiet des Königreiches Westfalen befindlichen Fabriken von Crause in Herzberg am Harz und Pistor in Schmalkalden. Die genauen Mengen dieser Lieferungen liegen nicht vor, aber wenn man die Stückzahlen der in den letzten Jahren am Sammlermarkt aufgetauchten Exemplare betrachtet, dürfte, zumindest bei den Kavalleriepistolen, der weitaus größere Teil von Crause gefertigt worden sein.
Leider gibt es von dem Gewehr des Typs M 1777 corrigé an 9, mit dem die westfälische Infanterie ausgerüstet war, kaum noch erhaltene Exemplare, da diese fast ausnahmslos auf dem Russland-Feldzug von 1812 verloren gingen.

Das hier gezeigte Modell einer Kavalleriepistole vom Typ an 13 wurde im Jahre 1811 von Crause geliefert. Die Schlossplatine trägt die Marke St für die Abnahme durch August Störmer, H für den Produktionsort Herzberg und JN unter Krone für Jerome Napoleon.

Gruß

Murat



Si unus qui molestia, vix repuit ad arborem
se putat esse aquila, tam habet est errorem.

08.10.16, 14:30:45

Murat

(Mitglied)

Hier noch ein weiteres Stück aus der Fertigung von Crause/Herzberg aus dem Jahre 1813. Als Besonderheit fällt hier ein,wohl nachträglich angebrachter Fangriemebügel nach spanischem Muster auf.

Gruß

Murat


Si unus qui molestia, vix repuit ad arborem
se putat esse aquila, tam habet est errorem.

08.10.16, 14:43:14

Murat

(Mitglied)

Ein drittes Exemplar, ebenfalls aus dem Jahre 1813.
Der Ladestock ist eine nicht fachgerechte Ergänzung.

Gruß

Murat


Si unus qui molestia, vix repuit ad arborem
se putat esse aquila, tam habet est errorem.

08.10.16, 14:50:15

Murat

(Mitglied)

Hier eines der selteneren Fabrikate aus der Werkstatt von Pistor/Schmalkalden.Auf der Schlossplatine befindet sich die Herstellersignatur und auf dem Pulversack rechts die Initialen JN unter Krone für Jerome Napoleon.Das Produktionsjahr war 1813.

Gruß

Murat


Si unus qui molestia, vix repuit ad arborem
se putat esse aquila, tam habet est errorem.

08.10.16, 14:58:53

Murat

(Mitglied)

Rätselhafte Westfälin.

Die hier abgebildete Waffe gibt einige Rätsel auf. Sie wurde Im Jahre 1813 von Crause entweder als Muster nach Art des späteren Modells M 1816 angefertigt und ging dann wegen der Auflösung des Königreiche Westfalen nach Napoleons Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig nicht mehr in Serie, oder es handelt sich um einen später erfolgten Zusammenbau von noch vorhandenen Bauteilen.

Gruß

Murat



Si unus qui molestia, vix repuit ad arborem
se putat esse aquila, tam habet est errorem.

08.10.16, 15:17:46

limone

(Super-Moderator)

Zitat von Murat:
Die Schlossplatine trägt die Marke St für die Abnahme durch August Störmer, H für den Produktionsort Herzberg und JN unter Krone für Jerome Napoleon.

Diese M an 13 für das Kgr. Westphalen, ebenfalls von Crause / Herzberg gebaut, trägt die Jahreszahl "1813".
Die Batteriefeder ist wohl ergänzt.


Grüße

Carsten


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
08.10.16, 17:55:44

limone

(Super-Moderator)

Zwei "JN"-Pistolen, gesehen im Museum Schloss Friedrichstein in Bad Wildungen.

In diesem Beitrag kann man sehen, wie diese Pistolen in der kurhessischen Armee verändert, aber lange weiterverwendet wurden.


Grüße

Carsten


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
09.10.16, 14:13:31

limone

(Super-Moderator)

Und eine Pistor'sche, nirgendwo ein "JN" zu finden.


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
09.10.16, 15:47:45

Murat

(Mitglied)

Nach meinen Informationen wird demnächst in der französischen Zeitschrift Gazette des Armes
ein spezieller Artikel zu den westfälischen Pistolen erscheinen.

Gruß

Murat


Si unus qui molestia, vix repuit ad arborem
se putat esse aquila, tam habet est errorem.

12.10.16, 06:37:16
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