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limone

(Super-Moderator)

Kurhessen, Pallasch für Offiziere des Regiments Gardes du Corps 1821-46


Bei der Tagung des Arbeitskreises Blankwaffen 2011 im WGM Rastatt lag dieser Pallasch für Offiziere des kurhessischen Regiments Gardes du Corps auf dem "Grabbeltisch".

Im Vergleich zur Mannschaftswaffe ist bei der Offizierwaffe der Stern des hessischen Hausordens vom Goldenen Löwen in silber ausgebildet und die Griffwicklung filigraner und dreifach:






     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
30.11.11, 22:01:20

limone

(Super-Moderator)

Die Signatur auf dem Klingenrücken
und das Gefäß mit Blick auf den Vernietkopf:



     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
01.12.11, 01:27:36

limone

(Super-Moderator)

Auf der Klinge findet sich ein Wappen:

Das Stammwappen ist geteilt: Oben ein schreitender Löwe, unten gerautet.
Auf dem (von der Seite des Schildträgers aus gesehen) rechten Helm ein natürlicher Wolfsrumpf, dessen Ohren mit zwei Federn besteckt sind.
Auf dem linken Helm ein Flug (Flügel) als Helmzier, der mit dem Wappenschild belegt ist.

Dies ist das Wappen der Familie Schenck zu Schweinsberg, ein zum hessischen Uradel zählendes Geschlecht, das noch heute zur Althessischen Ritterschaft gehört.
[Vgl.: WIKI]

Der Namenszug "CSzS" auf der anderen Klingenseite bestätigt das.

"Vom 17. bis ins 19. Jahrhundert wählten die Mitglieder der Familie vornehmlich militärische oder Hofdienste, zumeist (aber nicht ausschließlich) in Hessen-Darmstadt und in Hessen-Kassel bzw. seit 1867 in Preußen. Sie waren Offiziere in hessischen und in nassauischen, aber auch in holländischen, russischen und anderen Diensten. Im 18. Jahrhundert finden wir z.B. einen hessen-kasselschen Generalleutnant als Gouverneur von Oberhessen und Kommandant in Marburg, einen hessen-darmstädtischen Oberst als Kommandant in Gießen und einen nassau-oranischen Oberst als Kommandant in Dillenburg, im 19. Jahrhundert einen kurfürstlich hessischen Generalleutnant als Gouverneur in Ziegenhain und einen kurfürstlich hessischen Generalmajor als Kommandant in Kassel sowie mehrere preußische Generalmajore. Im Hofdienst als Hofjunker, Kammerjunker oder Kammerherren waren die Schenken offenbar besonders gern in Darmstadt, und zwar nicht erst, seit es den Kasseler Hof nach 1866 nicht mehr gab."
[Neue Deutsche Biographie, November 2002]


Grüße

Carsten


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
01.12.11, 23:35:05

ulfberth

(Zeugwart)

Und hier einmal der Kurfürst mit einem solchen Offizierpallasch.

Gruß

ulfberth


www.seitengewehr.de
23.10.15, 10:07:27
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