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limone

(Super-Moderator)

Wappen DOA aus: Kuntze: Das Volksbuch unserer Kolonien, Leipzig 1938, S. 107.


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
18.03.08, 00:45:45

ulfberth

(Zeugwart)

Moin Carsten,

den zeitlichen und geschichtlichen Hintergrund des von Dir angeführten Wappens sowie weiterführende Angaben unter: Flaggen in den Deutschen Schutzgebieten und dem Pachtgebiet Kiautschou

Der Säbel dürfte um 1880/90 einzuordnen sein, das von Dir angeführte Wappen ist ein Entwurf um und nach 1914.

Gruß

ulfberth



www.seitengewehr.de
18.03.08, 11:29:06

ulfberth

(Zeugwart)

Auch wenn der als Klingenätzung verwendete Löwenkopf keinen direkten Bezug zu Deutsch Ost-Afrika (DOA) ermöglicht, so bleibt die Verwendung des Säbels im Schutzgebiet weiterhin denkbar.

Der Kavallerie-Säbel 1852 wurde in DOA nämlich von den einheimischen Offizieren geführt.

Wobei die Frage in den Anfangsjahren nicht völlig eindeutig zu klären ist, ob mit dem sogenannten Schleppsäbel nun der "Säbel für berittene Infanterie-Offiziere" oder der 52er Kavallerie-(Offizier?)-Säbel gemeint war.

Um und nach der Jahrhundertwende lassen sich auf Fotos zumindest 52er Kavallerie-Säbel belegen.

Gruß

ulfberth


www.seitengewehr.de
18.03.08, 11:38:30

ulfberth

(Zeugwart)

Auch hier noch ein paar zeitgenössische Hintergrundinformationen:


www.seitengewehr.de
18.03.08, 22:56:20

ulfberth

(Zeugwart)

Die hier erwähnten "Infanterie-Kampagnesäbel" sind die Säbel für berittene Infanterie Offiziere und haben nicht mit dem Säbel der Effendis zu tun!

... und hier der 2. Teil:


www.seitengewehr.de
18.03.08, 22:57:49

limone

(Super-Moderator)

Hallo ulfberth,

weißt Du etwas Näheres über den erwähnten "Infanterie-Kampagnesäbel"?

Grüße

Carsten


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
19.03.08, 13:02:04

ulfberth

(Zeugwart)

Hallo Carsten,

die Quellenlage ist relativ gesichert in Bezug auf den "1849er" und "1852er". Wobei ich bei letzterem - nach dem Betrachten von Bildern - zum Mannschaftsmodell tendiere. Nur lassen sich gerade in der Frühzeit auch Kavallerie-Offizier-Säbel m. E. nicht ausschließen. Deshalb auch meine Njein zu dem Säbel.

Ein paar Quellenhinweise findest Du hier:

Zum Säbel der Effendi in Deutsch Ostafrika (DOA): Hier anklicken!

Zum Feldzugsäbel, Säbel für berittene Infanterie-Offiziere bzw. Infanterie Stahl-Korbsäbel von 1849 findest Du hier unter DOKUMENTE den Einführungsbefehl:
Hier anklicken!

Zur Verwendung des Säbel in den Schutzgebieten:
Hier anklicken!


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Ich empfehle die AKTUELLE Version 8.xx des Adobe Readers. Kostenloser download hier: Hier anklicken!

Mit älteren Versionen ist das Lesen häufig nicht möglich.

Gruß

ulfberth



www.seitengewehr.de
19.03.08, 14:29:53

limone

(Super-Moderator)

Zufällig drauf gestoßen:

Eine Kompanie der Schutztruppe von Deutsch-Ostafrika in Daressalam, veröffentlicht: 1915 (kleiner Ausschnitt) - Das sieht doch sehr nach M/52 aus!


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
21.12.08, 20:27:45

limone

(Super-Moderator)

Das gesamte Foto und zwei Ausschnitte (Zeitungsdruck):


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
21.12.08, 21:11:36

limone

(Super-Moderator)

Wo wir gerade in Daressalam sind:

Eine Heliograpenabteilung der Schutztruppe DOA:


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
22.12.08, 01:57:26
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