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schwekapi

(Moderator)

Hier stelle ich eine unglaublich seltene Kugelzange vom Wästgöta Cavallerie Regiment vor.

Sie wird wohl mit der Pistole m/1738 geführt worden sein.

Eine Vorschrift dieser Pistolen gab an, dass man zuerst

eine Passkugel mit einem gefetteten Lappen nutzen sollte.

Ist der Lauf mit Pulverrückständen zugesetzt, sollte die

kleinere Kugel verwendet werden.

Daher die zwei unterschiedlichen Maße der Kugelzange.

Man muss sich über die Körnerpunkte und Einkerbungen

um die Kugelformen wundern.

Ein Schmied gab mir dafür eine schlüssige Erklärung.

Wenn die Form nicht mehr rund war, wurden diese Körnerpunkte

und Einkerbungen eingeschlagen, um diese wieder in das

richtige Maß zu bringen.

Das Regiment wurde 1811 zur Infanterie -

mit dem Namen "Wästgöta Regiment" umgewandelt.

Kaliber der Pistole m/1738 = 16mm

Kugel 1 = 16 mm

Kugel 2 = 15 mm

Truppenstempel:

W:C:R.W:C:4:7:L

Wästgöta Cavallerie Regiment,

Wadsbro Companie (4.) (später 2. Majorens Companie)

oder

Wartofta Companie (7.)

Nummer 4.

Die folgenden Zahlen sind nicht eindeutig zu belegen.

Hier ein Versuch:

In alten Aufzeichnungen ist zu lesen, dass 4 Soldaten sich eine

Zange teilen müssen.

Heißt 7:L vielleicht 7. Linie?

Das wird wohl nicht mehr endgültig geklärt werden können.



Gruß vom alten Schweden,
Thomas
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Die Liebe des Volkes ist meine Belohnung.
Wahlspruch von König Carl XIV. Johan
04.05.14, 00:52:35

schwekapi

(Moderator)

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Gruß vom alten Schweden,
Thomas
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Die Liebe des Volkes ist meine Belohnung.
Wahlspruch von König Carl XIV. Johan
04.05.14, 00:54:29

Zietenhusar

(Supporter)

Hallo Thomas,

vielen Dank für's Zeigen der seltenen Utensilien. Ich habe dazu einige Bemerkungen/Fragen:
Zitat von schwekapi:
Wenn die Form nicht mehr rund war, wurden diese Körnerpunkte und Einkerbungen eingeschlagen, um diese wieder in das richtige Maß zu bringen.
Das könnte eventuell schon unmittelbar bei der Herstellung der Kugelzange geschehen sein, um die Gußformen auf das richtige Maß zu bringen, oder aber nach dem intensiven Gebrauch.
Zitat von schwekapi:
Heißt 7:L vielleicht 7. Linie?
Über die Anzahl der Linien bei der Kavallerie habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Wurden Linien nicht erst in der Gefechtsvorbereitung aufgestellt? Gab es tatsächlich mehr als 2 oder 3 Linien?

Gruß,
Thomas

04.05.14, 08:23:35

schwekapi

(Moderator)

Hallo Thomas,

da habe ich wieder was gelernt. Ich wusste nicht das man so etwas schon bei der Herstellung tat, um die Form endgültig rund zu machen.

Ich habe hier bei der Linie eher an die Marschaufstellung gedacht. Da sind ja meistens 4 Reiter nebeneinander. Aber wie gesagt, alles nur Vermutungen. Das "L" muss noch nicht mal für "Linie" stehen.


Gruß vom alten Schweden,
Thomas
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Wahlspruch von König Carl XIV. Johan
04.05.14, 14:22:50
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