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ulfberth

(Zeugwart)

Die Aussage von Söllner zu einem Realstück dieses Säbels in Lederscheide erscheint nicht schlüssig. Um 1850 dürfte in Baden ein Offizier der Kavallerie oder Artillerie mit einem Säbel in Lederscheide nicht mehr vorgekommen sein. Seine Vermutung “Es war wohl das geringere Gewicht, das den Träger zur Benutzung der gegen Bruch empfindlichen Lederscheide bewog“ bleibt spekulativ.

So wäre der Mann mit dieser vom Reglement stark abweichenden Scheide seinen Vorgesetzten schnell aufgefallen. Und eine bedeutende adelige Persönlichkeit mit Narrenfreiheit war es ja auch nicht. Dies um so mehr, als selbst der Name bei den badischen Dragonern auch nicht erscheint.

Meines Erachtens läßt sich das Stück nicht einmal Baden eindeutig zuordnen. Selbst bei den badischen Bürgerwehren (siehe in „Mein Heimatland“ Heft 9/10 1935) sind die Berittenen im fraglichen Zeitraum mit Metallscheide abgebildet.

Zur eingangs gestellten Frage „Kann jemand aus dem Forum bestätigen, dass es sich hierbei um ein badisches bzw. in Baden getragenes Modell handelt?“ dürfte eine Bejahung ohne Bezeichnung des Truppenteils, des belegbaren Trägernamens oder eines Wappens auf der Waffe kaum möglich sein.

Gruß

ulfberth



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10.02.14, 00:21:16
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