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ulfberth

(Zeugwart)

Eugen von Halasz beschreibt in seinem Buch „Deutsche Kampfmesser II“ ein GML-Taschenmesser, welches 1987 aus einer Sani-Tasche der Grenztruppen "entnommen" wurde. Organisiert ist hier wohl der militärische Fachbegriff. zwinkern

Die Beschalung soll aus grauem strukturiertem Saxetat des Eilenburger Chemiewerks (ECW) bestehen. Als Ausstattung sind eine große und eine kleine Klinge, Ahle, Dorn, Schraubenzieher (nicht wie beschrieben Dosenöffner) mit Flaschenöffner (Kronkorkenheber) sowie ein Korkenzieher vorhanden.

Klingenmarkierung mit „GML“ im Oval, welche als „VEB Messerschmiede Leegebruch“ bestimmt wurde. Letzterem muß widersprochen werden. Das Zeichen steht für „Genossenschaft der Messerschmiede Leegebruch“ und wurde als solches vermutlich nur bis ca. 1956 verwendet. Danach erfolgte die Umwandelung in den oben erwähnten VEB. In wie weit noch vorhandene und gestempelte Klingen – oder auch das Markenzeichen GML – weiter verwendet wurden, entzieht sich meiner Kenntnis.



www.seitengewehr.de
20.11.13, 00:20:45

ulfberth

(Zeugwart)

Hier nun ein weiteres Taschenmesser mit glatten Griffschalen, bei dem sich das Produktionsjahr grob „um oder vor 1956“ einordnen läßt. Zum oben beschriebenen Stück kommt zusätzlich eine Sägeklinge und ein Dosenöffner.

Ob hier ein Bezug zur Gründung der Nationalen Volksarmee (NVA) im Jahre 1956 oder zur Kasernierten Volkspolizei (KVP) 1952 vorliegt, ist nicht gesichert.



www.seitengewehr.de
20.11.13, 00:23:02

ulfberth

(Zeugwart)

Details


www.seitengewehr.de
20.11.13, 00:40:40

mario

(Administrator)

Güteklasse 1 "Stempel" auf der Klinge.
Gruß Mario


123
20.11.13, 05:46:53

Trainer

(Mitglied)

Ich möchte dieses Messer eher in den Zeitraum der 70´er Jahre einordnen.

Gründe:

zum einen die simple Plastbeschalung,
dann der Büchsenöffner (bei frühen Messern ist ein gleicher Öffner wie bei den WK Modellen),
und zuletzt das Herstellerlogo.
Das Herstellerlogo Oval GML spricht für die 70´er Jahre

Davor war das Logo GML im Kreis.





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20.11.13, 11:40:40

ulfberth

(Zeugwart)

Dies würde aber bedeuten, daß der „VEB Messerschmiede Leegebruch“ das alte Zeichen der Genossenschaft nach 1956 weiter verwendet hätte. Ich hatte die Firmengeschichte eher so interpretiert, als daß gerade diese Genossenschaftsform beseitigt werden sollte.

Ist es denn so, daß das Unternehmenskennzeichen beibehalten wurde?

Gruß

ulfberth




www.seitengewehr.de
20.11.13, 12:51:52

Trainer

(Mitglied)

Zitat von ulfberth:
Dies würde aber bedeuten, daß der „VEB Messerschmiede Leegebruch“ das alte Zeichen der Genossenschaft nach 1956 weiter verwendet hätte. Ich hatte die Firmengeschichte eher so interpretiert, als daß gerade diese Genossenschaftsform beseitigt werden sollte.

Ist es denn so, daß das Unternehmenskennzeichen beibehalten wurde?

Gruß

ulfberth



Das Logo Oval GML wurde jedoch weiter verwendet.

Das Logo ist auch auf Modellen vorhanden, die noch in den 80´er Jahren produziert wurden.

Das Logo gab es als Ätzung und als Gravur/Schlagstempel.

Bei Exportvarianten gab es dann u.a. die Ätzungen Leegebruch und Foron.


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20.11.13, 13:10:52

Trainer

(Mitglied)

Hier nochmal als Beleg ein Auszug von einem Deckblatt aus dem Katalog von 1975.

Das Logo kann man durchaus als Warenzeichen/Marke ansehen.

Es hat nichts mit der Enteignung der Genossenschaft zu tun.




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20.11.13, 13:30:45

blacky21

(Mitglied)

Die hintere Zeitgrenze ist klar-12.6.1950,denn da wurde dieses Qualitätssiegel eingeführt.Die Ausführung spricht für einen späteren Zeitraum.Es kann sein ,daß es bei der MHO verkauft wurde,was mir allerdings nicht bewußt ist.Ich habe dieses Messer weder bei den Nachrichteneinheiten noch beim med.Dienst gesehen.Es wurden aber bei Bedarf,Sachen aus dem zivilen Sektor angekauft.

20.11.13, 15:10:22

ulfberth

(Zeugwart)

Hallo Trainer,

danke für die Information! Jetzt wird die zeitliche Einschätzung auch klar.

Gruß

ulfberth


www.seitengewehr.de
20.11.13, 18:41:51
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