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Zietenhusar

(Supporter)

Vom 18. Mai - 11. August 2002 gab es im Klingenmuseum die Ausstellung Das japanische Kunstschwert - Ausgewählte Schwerter aus europäischen Sammlungen der NBTHK <-Link, welche in Zusammenarbeit mit der Nippon Bijutsu Token Hozon Kyokai (NBTHK) gestaltet wurde.

Seinerzeit ein Anlaß für mich dort aufzuschlagen, um mir einmal wertvolle japanische Klingen anzuschauen. In den extra dafür eingerichteten Ausstellungsräumen standen etliche breite Glasvitrinen mit jeweils einigen Klingen darin. Die perfekte Ausleuchtung dieser Vitrinen gestattete schon von weitem die verschiedenen Hamon (Härtelinien) auf den Klingen zu erkennen. Beeindruckend waren die Daten zu den einzelnen Objekten, welche auf den beigestellten Schildchen standen. Kaum zu glauben, daß die meisten der Klingen schon über 400 Jahre alt waren, aber aussahen, als wurden sie gerade erst gefertigt.

Im Bild unten (ist wohl mein einzigstes Foto) sieht man die Präsentation. Um das Klima innerhalb der Vitrinen einigermaßen stabil zu halten, standen Gläser mit Wasser darin.

Schwarzgekleidete Wachleute ließen die Besucher zwischen den Vitrinen nicht aus den Augen. Die Besucherzahl hielt sich an diesem Tag in Grenzen, so hatten wir Ruhe beim Schauen.

Im Klingenmuseum gibt (gab?) es ein dickes Buch zur Ausstellung. Der Peis war damals schon um 100 EUR.

12.02.08, 17:15:51

Zietenhusar

(Supporter)

Zum Glück hat ein italienischer Besucher dieser Ausstellung schöne Fotos gemacht, und darüber eine Webseite erstellt.

Hier der Link:
Solingen 2002: Importante esposizione di spade giappoonesi

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21.02.2016, Hinweis: Der obige Link ist nicht mehr aktuell! Inzwischen sind Bild und Text in einen Frame, ähnlich einem Buch, eingebunden, siehe
HIER, ab Seite 17.

05.08.08, 14:39:20

Zietenhusar

(Supporter)

Zitat von Zietenhusar:
Um das Klima innerhalb der Vitrinen einigermaßen stabil zu halten, standen Gläser mit Wasser darin.
Erklärung: Durch die Ausleuchtung der Vitrinen mit Halogenlampen erwärmt sich die Luft darin und trocknet sie aus. Das könnte eine Schrumpfung der Scheiden (Saya) nach sich ziehen, wodurch die Lackierungen rissig werden. Auch der Stoff der Griffwicklungen (Tsuka-maki), egal ob aus Baumwolle oder Seide, leidet unter der Lichteinwirkung.
Das Wasser ist dazu gedacht, die organischen Bestandteile der Schwerter zu schützen.

Den Klingen macht die künstlich erzeugte Luftfeuchte nichts. Warmes Material zieht keine Feuchtigkeit an. Wären die Klingen kühler als ihre Umgebungstemperatur, wäre es gefährlich.

Gruß,
Thomas

20.04.10, 06:58:31
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