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Zietenhusar

(Supporter)

Um 1830.

Bügelgefäß aus Messing, mit verzierten Parierstangenlappen. Hilze mit Lederbezug über Schnur. Doppelte gegenläufig verdrillte Griffdrahtwicklung.

Klinge mit Pandurenspitze, beidseitig gleichermaßen verziert mit Türkenkopf, Sterne, Mondgesicht, Fahnen, Trommel und eine Art Sponton.

Maße:
Gesamtlänge 991 mm
Säbellänge 960 mm
Klingenlänge 830 mm
Klingenbreite 30 mm
Klingenstärke 8 mm
Pfeilhöhe ca. 70 mm
Gewicht 1217 / 719 Gramm

31.07.11, 21:28:56

Zietenhusar

(Supporter)

Details

31.07.11, 21:30:02

schanzer

(Mitglied)

Hallo,schöner Säbel,in der 90.Auktion Kube 1998,Nr.1438 ist ein indentisches Stück,der einzige Unterschied auf einen der Parierlappen sind zwei gekreuzte Kanonen(Artilerie-Offizierssäbel um 1840)Gruß

01.08.11, 07:58:23

Zietenhusar

(Supporter)

Hallo schanzer,

eine Variante mit gekreuzten Kanonenrohren zusammen mit einer Talismanklinge, habe ich noch nicht gesehen, vielen Dank für den Hinweis.

Im Schloß Friedrichstein liegen ebenfalls sehr ähnliche Säbel aus, siehe auch >DIESES THEMA<, im Beitrag vom 15.10.10, 06:42:00 Uhr.

Gruß,
Thomas

01.08.11, 16:56:34

mario

(Administrator)

Hallo Thomas,
sehr schönes Teil, Danke zwinkern

Hallo schanzer,
sehr ungewöhnlich mit Kanonen auf den Lappen, trugen doch die Offiziere bis 1848 den IOD und dann den A.O.S.(Löwenkopf),kannte ich auch nicht.
Gruß Mario


123
01.08.11, 19:10:55

mac_oli

(Mitglied)

Hallo zusammen,

dieses Modell habe ich unlängst erworben. Der Säbel wurde wenn ich das richtig interpretiere von einem Badischen Kavallerieoffizier während der Regierungszeit des Großherzogs Leopold von Baden (1830 bis 1853) geführt. Anscheinend war der Säbel beim Träger sehr beliebt, denn er weist recht starke Gebrauchsspuren auf. Der Schlepper ist fast eben und die Trageringe sind ordentlich abgenudelt.

10.06.18, 17:14:57

Zietenhusar

(Supporter)

Was heraus kommt, wenn man international seine Fühler ausstreckt.
Auch in Polen gab es diese Klingen.
Vielen Dank Adam Czachura für die Erlaubnis zum Zeigen nachfolgender Fotos. Demnach war ein, wahrscheinlich der(!), Hersteller der Klingen Schwertfeger F. Muhm aus Berlin.

Sehr interessant...

28.03.21, 10:38:53

Clouseau

(Mitglied)

Hallo Zietenhusar,

wir kommen jetzt weit vom ursprünglichen Thema ab, vielleicht wäre es ein neues Thema wert?

Aber ist es möglich, Adam Czachura zu fragen, ob es sich bei dem zuletzt gezeigten Säbel um ein reguläres Muster handelt und wenn ja, wann der etwa zeitlich zu datieren ist?

28.03.21, 14:11:08

Zietenhusar

(Supporter)

Zitat von Clouseau:
...vielleicht wäre es ein neues Thema wert?
Vorerst nicht, denn es geht hier, an dieser Stelle, nicht um die andere Waffe, sondern nur um die gleiche Klinge und dessen vermeindlichen Hersteller. Ein neues Thema für die andere Waffe sollte nur durch dessen Besitzer erfolgen.

Zitat von Clouseau:
Aber ist es möglich, Adam Czachura zu fragen, ob es sich bei dem zuletzt gezeigten Säbel um ein reguläres Muster handelt und wenn ja, wann der etwa zeitlich zu datieren ist?
Ich habe ihn gefragt. Er schrieb mir, dass es sich um nicht reguläre Säbel handelt, aus der Zeit als Polen unter russischer Herrschaft stand und die Säbel aus Griffen russischen Stils und Importklingen hergestellt wurden. Das scheint dann wohl ab 1815 den Rest des 19. Jahrhunderts einzuschließen.

Was man festhalten kann ist, dass in den polnischen Säbeln einige oder alle der 72 Klingen von Muhm verbaut wurden, die im Polenprozess angesprochen werden. Der Prozess fand 1874 statt.

Folgenden Artikel mit einer ähnlichen Klinge und einer Griffmontur russischen Stils sendete er mir ebenfalls zu.

28.03.21, 14:25:27

Clouseau

(Mitglied)

Zitat:
“…sehr ungewöhnlich mit Kanonen auf den Lappen, trugen doch die Offiziere bis 1848 den IOD und dann den A.O.S.(Löwenkopf),kannte ich auch nicht.”


Ist mir erst jetzt aufgefallen! Stimmt so nicht (falls sich die Aussage auf Preußen bezieht). Offiziere der reitenden Artillerie trugen hier schon wesentlich früher einen Offizier-Säbel (entweder mit glatter oder Löwenkopf-Montur)


29.03.21, 10:45:45
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