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limone

(Super-Moderator)

Preußen: Löwenkopf-Fröschel für Offiziere um 1890

So getragen zum Beispiel von Dragoner-Offizieren zum K.O.S. M 52 oder Löwenkopfsäbel:

"Offiziere tragen nur Unterkoppel von weißem gebrannten Leder, Fröschelschnallen (Fig. 103), Kette mit Haken, Ringe und Hakenschloß von vergoldetem Messing."
[Krickel/Lange S. 83]

Breite Trage- und Schleppriemen: 2,5 cm


Grüße

Carsten


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
06.10.10, 21:50:57

gardehusar

(Mitglied)

Carsten von wann ist diese Dienstvorschrift ??
Da ich im Kopf habe auch Mannschaften hatten Löwenköpfe ...



SUUM CUIQUE das Motto der Leib Garde Husaren (jedem das Seine)
12.10.10, 21:56:43

limone

(Super-Moderator)

Zitat von gardehusar:
... auch Mannschaften hatten Löwenköpfe ...

In Krickel/Lange steht vor dem oben zitierten Satz (preußische Dragoner betreffend):
"S ä b e l k o p p e l wie das der Kürassiere (Fig. 334), von weißsämischem Leder; Schloß, Fröschelschnallen, Ringe und Haken von Messing. - Offiziere tragen nur...".


Pietsch hierzu unter dem Thema: "Waffen der Kavallerie" (Band 2, S. 26ff):

"Das Gehenk der Offiziere wurde von jeher unter der Uniform getragen, vorn zugehakt oder zugeschnallt. Trage - und Schleppriemen befestigte man mittels Fröschel am Säbel, zuerst durch vergoldete eckige oder ovale Schnallen, an deren Stelle, außer bei Kürassieren, jedoch bald die die üblichen Löwenkopfschnallen traten."


Grüße

Carsten


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
13.10.10, 20:05:14

Pauker

(Mitglied)

kann es sein, dass, abgesehen von unterschiedlichen Herstellern,
die Schnallen von Bild 2 älter als 1890 sind?
Die Verarbeitung erscheint mir feiner und detailierter ausdrucksstärker
als bei denen "mit Rahmen" wie wir sie auf der Zeichnung sehen

GRuß Pauker

18.12.10, 19:37:13

limone

(Super-Moderator)

Das Uniformwerk von Krickel/Lange entstand um 1890, daher ist davon auszugehen, dass die Abbildung oben auch vor 1890 datiert.

Zur genaueren zeitlichen Einordnung des auf den Fotos abgebildeten Fröschels kann ich nichts sagen. Ein Anhalt kann sein, dass der Fröschel an einem, grob gemessen, 1,10 m langen Schleppriemen hängt.

Es wird hier sicher, wie bei privat beschafften Offizier-Seitengewehren, Design-Unterschiede gegeben haben.


Grüße

Carsten


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
19.12.10, 14:39:59

limone

(Super-Moderator)

Zum Vergleich:

Eine Löwenkopf-Schnalle von einem Schleppkoppel mit Trage- und Schleppriemen.

Die weiße Farbe ist in grauer Vorzeit über Leder und Schnallen gestrichen worden; darunter verbirgt sich beim Leder: schwarz
und bei den Schnallen (wie am polierten Dorn erkennbar): Messing.


Grüße

Carsten


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
20.12.10, 23:35:51

Pauker

(Mitglied)

das scheint aber irgendwie ganz typisch zu sein.

Ich habe aus einem Schnallen-Konvolut 6 Schnallen, dabei 4 mit braunschwarzen Riemen,
wobei die Löwenköpfe ebenfalls weiße Verfärbungen aufweisen, während das
Leder brüchig, keinerlei Farbveränderungen aufweist.
Beim Konvolut ferner dabei auch 2 mit weißen Riemen ohne verfärbte Löwenköpfe (was hier eigentlich zu erwarten war und
dazu noch 1 mal mit braunem Leder ohne Verfärbung des Goldes.
Interessant vielleicht noch, dass die Löwen teils schwarze Pupillen haben.
D.h. nur ein kleiner schwarzer Punkt in der Mitte. Köpfe mit Pupille sind
sehr plastisch und fein gearbeitet.

Gruß Pauker

22.12.10, 12:39:13
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