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corrado26

(Super-Moderator)

Dunkler Nussbaumschaft mit Eisenbeschlägen, diese bestehend aus an der Laufunterseite verschraubtem, doppelbündigem Laufring mit an seiner Unterseite angelenktem, eisernem Ladestock, Abzugsbügel mit vorderer und hinterer Verlängerung, Kolbenkappe und flachem, s-förmigem Schlossgegenblech. Steinschloss M 1804 nach französischer Form mit gewölbtem Herzhahn und gegossener Messingpfanne. Die Schlagfläche der Batterie im oberen Teil nach vorne abgewinkelt. Runder, am Pulversack kantiger Lauf mit Marke von Anschütz/Suhl am Pulversack oben links. Ovalkorn aus Messing auf dem hinteren Bund des Laufrings.
Gesamtlänge 387mm, Lauflänge 225mm, Kaliber des glatten Laufs 18,0mm.

König Maximilian I. hatte 29.04.1816 verfügt, dass bei den Pistolen der beiden Kürassier-Regimenter „der Ladestock an dem oberen Ringe.....befestigt werden soll“. Ein von der Zeughaus-Hauptdirektion München vorgelegtes Muster wurde mit Erlass vom 08.06.1816 genehmigt, so dass mit der Änderung von Pistolen M 1804 zu Pistolen M 1816 begonnen werden konnte. Dabei wurde die Ladestockfeder auf den vorderen Abzugsbügelabschluss genietet und der doppelbündiger Laufring mittels Mutter und Muttergewinde an der Laufunterseite befestigt. Alle bekannten Pistolen M 1816 – insgesamt drei Stück – sind Suhler Fertigung ohne Schlossblechsignatur. Die hier beschriebene 3. Waffe zeigt zumindest das Markenzeichen der Firma Anschütz aus Suhl auf dem Lauf. Die „Scharnierpistole“ war neben den Kürassieren nur für Mannschaften, die keine Kartusche trugen bestimmt. Mit jeweils einer dieser Pistolen waren demnach Büchsenmacher, Sattler, Schmiede und Profosse ausgerüstet. Diesem Sachverhalt entspricht auch die enorme Seltenheit dieser Waffe.
Gruß
corrado26

04.04.10, 15:31:35
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