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Franzman

(User)

Hallo an alle,
ich bin hier ganz neu im Forum und entschuldige mich schon einmal, falls ich etwas falsch mache freuen .

Ich habe schon vor einiger Zeit einen alten Militärsäbel aus dem 19. Jhd. erworben. Er war in einem schrecklichen, ja geradezu erbärmlichen Zustand. Kurzum, ich hab ihn restauriert.
Zunächst hat das gute Stück ein Elektrolysebad bekommen und darauf folgend eine ganz bestimmte Waffenlegierung, wie sie für moderne Handfeuerwaffen benutzt wird.
Dennoch quält mich der Umstand, dass ich leider den Säbel nicht zuordnen kann :(.
Daher habe ich nun ein paar Fotos gemacht und hoffe, dass ihr mir vllt. helfen könnt.

Ich danke euch schon einmal im Voraus!

20.11.09, 19:40:47

Zietenhusar

(Supporter)

Hallo Franzman,

willkommen im Forum. Obwohl sich unser Themeninhalt regional nicht, und chronologisch nur wenig, beschränkt, wird der von Dir gezeigte Säbel bei uns nicht zu finden sein. Der Grund liegt tatsächlich in seiner Herstellzeit und seiner Zuordnung. Hergestellt wurde dieser Säbel in den letzten 20 Jahren im asiatischen Raum (Indien). Er gehört zu den, wie man auf Englisch zu sagen pflegt, Wallhangern (Wandbehang=Dekostück).
Die verwendeten Materialien sind unveredeltes und ungehärtetes Eisen. Der Korb ähnelt am nähesten denen der englischen Infanterie-Offiziersäbel M 1822.

Kurzum, der Säbel ist leider kein Original. Ich hoffe, er war nicht allzu kostenintensiv, und Du hattest Freude an der Wiederherstellung.

Gruß,
Thomas

PS: Die Hilze (der Holzgriff) ist falsch montiert. Der Griffrücken muß nach außen, der dem Korb abgewandten Seite, zeigen.

20.11.09, 20:05:38

Franzman

(User)

Hallo Zietenhusar,

danke für deine schnelle Antwort. Leider hatte ich auch schon so etwas befürchtet.
Nein, der Kostenaufwand war Gott sei Dank gering zunge raus . Den Säbel habe ich auf dem Speicher meines Vaters beim Ausmisten gefunden. Er selber hat ihn mal vor Jahren geschenkt bekommen.
Die Instandsetzung war für mich als Laie sehr interessant. Hm, muss ich wohl nach der Legierung falsch wieder zusammen gebaut haben geschockt .

Ich bin am überlegen das Teil loszuwerden. Ein Antiquitätengeschäft ist eher wohl die falsche Adresse oder? Hast du oder jemand anders einen Vorschlag dazu?

Grüße Franzman

20.11.09, 22:47:35

Zietenhusar

(Supporter)

Zitat von Franzman:
Ein Antiquitätengeschäft ist eher wohl die falsche Adresse oder?
Hallo Franzman,

seit einiger Zeit laufen die Antiquitätengeschäfte nicht gut, aber so schlecht auch wieder nicht, daß sie ihren Warenbestand mit jüngeren und minderpreisigen Artikeln aufrüsten.

Aber, letztendlich kommt es auf den Inhaber des Geschäftes an, und seine Kenntnis von der Sachlage.
Du hast eine PN von mir.

Gruß,
Thomas

21.11.09, 07:13:29

Zietenhusar

(Supporter)

Klingenaufschrift "MADE IN INDIA".

Die stumpfe Klinge aus Eisen ist ungewöhnlich schwer und nicht, wie ich bisher annahm, weich. Ihr Ort liegt mittig, mit kurzer Rückenschneide. Hilze und Scheide sind mit einer Art Kunstleder bezogen. Korb, Griffkappe, Griffring und Scheidenbeschläge bestehen aus dünnem Eisenblech (am Korb gemessen etwa 1,3 mm), und waren ehemals vernickelt.

Gesamtlänge mit Scheide: 985 mm
Gesamtlänge ohne Scheide: 895 mm
Klingenlänge: 772 mm
Klingenbreite: 27,4 mm
Klingenstärke: 4,5 mm

24.09.16, 16:54:33

Zietenhusar

(Supporter)

Der Parierstangenendknopf besteht aus dem zusammengedrückten Blech des Korbs. Die Angel ist am Griffende mit einer Hutmutter verschraubt, Schlüsselweite 10 mm.

Ist halt Made in India!

24.09.16, 16:56:27

nilscologne

(User)

ich hab auch noch ein paar dieser sogenannten indischen offizierssäbel/reitersäbel...und wie sie noch genannt werden....ich muss dringend ausmisten verwirt

06.11.16, 19:28:13
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