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ulfberth

(Zeugwart)

Den folgenden Text sowie 2 Bilder hatte ich als grobe Orientierungshilfe bei Wikipedia eingegeben:

Außer den zivil beschafften und häufig auch im aktiven Dienst geführten Kukri kommen ab ca. 1903 auch militärisch abgenommene Waffen zur Ausgabe. Das erste Modell dieser Reihe ist das sogenannte „Mark I“, ein sehr schweres und vorderlastiges Teil, bei dem sich die Frage nach Waffe oder Werkzeug nicht eindeutig zu beantworten lässt.

Bei Beginn des 1. Weltkriegs beginnt die Fertigung der als „Mark II“ bekannten Version. Die Waffe ist leichter und auch mit einer geringeren Klingendicke als das Vorläufermodell produziert. Verschiedene, geringfügig voneinander abweichende Varianten werden bis in die 20er Jahre hergestellt.

Obwohl nicht mehr mit „Mark II“ gestempelt, werden heute diverse Fertigungen aus dem 2. Weltkrieg, diesem Modell ebenfalls zugerechnet. Typisches Beispiel dafür sind die Hersteller „PIONEER“ in Calcutta oder auch die unter dem Herstellerzeichen „M43“ auftretende Werkstatt. Letzteres führte dann auch in amerikanischen Veröffentlichungen zu einer falschen Modellbezeichnung, da der Kukri als Model 1943 interpretiert wurde.

Obwohl in Form und Verarbeitung geringfügig voneinander abweichend, kann der auf der Klinge zumeist angelötete Griffuß als gemeinschaftliches Erkennungsmerkmal des Mark I und Mark II gelten.

Ab 1944 erscheint dann das von diversen Manufakturen gefertigte Modell bei den britischen Gurkhas, welches heute landläufig als „Mark III“ bezeichnet wird. Nur wird diese Modellbezeichnung nicht bei der Klingenabnahme verwendet. Es handelt sich somit um eine Interpretation, dass das Nachfolgemodell des offiziellen „Mark II“ nunmehr das „Mark III“ sei. Eine ähnliche Schlussfolgerung wird auch bei dem sogenannten „Mark I“ betrieben. Ausgehend von einem so gekennzeichneten „Mark II“ muss das frühere Modell dann ein „Mark I“ sein. Diese Aussage mag zutreffen, ist aber quellenmäßig nicht belegt.

Gleiches gilt auch für das sogenannte „Mark IV“, das mit Abstand seltenste Modell dieser Reihe. Gefertigt wurde es 1951 von der Wilkinson Sword Company in einer Anzahl von ca. 1400 Stück. Die einzige – handwerklich hervorragende – englische Fertigung eines Kukri-Modells unterscheidet sich in Ausführung und Verarbeitung klar von den indischen bzw. nepalesischen Produktionen, während sich in der Kampftauglichkeit kaum Unterschiede zu den früheren Modellen zeigen sollte.

Ab den 60er Jahren werden die Kukri wieder in Nepal gefertigt. Hierzu werden von der britischen Verwaltung Kontrakte mit einheimischen Fertigungsbetrieben geschlossen. Die standardisierten (Griff aus Büffelhorn mit Messingbeschlägen) Modelle tragen zumindest bei den frühen Stücken Abnahmestempel des Ordonnanz Depot Nepals zusammen mit der Jahreszahl. Die traditionellen Holzscheiden sind weiterhin mit Büffelleder ummantelt und mit einem Ortblech aus Messing ausgestattet.

Gruß

ulfberth


www.seitengewehr.de
02.12.07, 02:26:18

ulfberth

(Zeugwart)

Eine erheblich detailliertere Auflistung publiziert Spiral in einem englischsprachigen Beitrag im IKRHS.

Ergänzend dazu bringt Andreas Volk einen vorzüglichen Beitrag über die auf diesem Gebiet nunmehr üblichen Fälschungen.

Gruß

ulfberth


www.seitengewehr.de
02.12.07, 02:44:38

ulfberth

(Zeugwart)

Das mit weitem Abstand seltenste Modell ist der Mark IV Kukri. 1951 von der Wilkinson Sword Company in einer Stückzahl von 1400 Exemplaren hergestellt, sind davon heute weltweit keine 10 Stück mehr nachgewiesen.

Unlängst erschien von Spiral im "The International Kukri Research & Historical Society" ein excellenter Beitrag zum Thema: The WSC51 Wilkinson Sword kukri.

Gruß

ulfberth




www.seitengewehr.de
17.04.08, 14:11:37
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