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Murat

(Mitglied)

Gesamtlänge 350 mm
Lauflänge 200 mm
Kaliber 17,1 mm

Die M an IX ist eine der seltensten französischen Kavalleriepistolen. Wegen Ihrer recht kurzen Produktionsperiode und der relativ geringen Stückzahl von nur ca. 35.000 Paren haben nur sehr wenige Exemplare die endlosen napoleonischen Feldzüge überstanden .
Mit diesen Waffen zog Napoleons Kavallerie in die Schlacht von Austerlitz.


Si unus qui molestia, vix repuit ad arborem
se putat esse aquila, tam habet est errorem.

27.05.09, 22:37:17

limone

(Super-Moderator)

Zitat von Murat:
...haben nur sehr wenige Exemplare die endlosen napoleonischen Feldzüge überstanden .

Hier sieht man, wie ein französischer Kavallerist seine Pistolen (und sein Pferd) verliert zwinkern - "Auf dem Ranstädter Steinwege zu Leipzig 1813".

(Oskar Höcker: Deutsche Treue, welsche Tücke. Kulturgeschichtliche Erzählungen für die reifere Jugend aus der Zeit der großen Revolution, der Knechtschaft und der Befreiung, Leipzig 1881, zw. S. 144 und 145. Illustrationen: Carl Römer.)

Vielen Dank fürs Zeigen! freuen

Carsten


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
28.05.09, 00:00:22

fedja2

(Mitglied)

Mich würde mal interessieren, wie sich eine Waffe dieses Kalibers schießt. Vielleicht gibt es ja den einen oder anderen Reenactor in unseren Reihen, der damit schon Erfahrung gesammelt hat.
In jedem Fall eine sehr schöne Waffe und (wie gewohnt) ein sehr schönes Foto.
LG vom Fedja

28.05.09, 00:10:32

limone

(Super-Moderator)

Murat war auch dabei

Auf die Gefahr hin, abzuschweifen mit Augen rollen : Text und Karte zum Bild oben.

"Da Napoleon, nur schwer auf einen Sieg verzichtend, für den Rückzug ungenügende Maßregeln getroffen hatte, so war derselbe äußerst schwierig und geriet bald ins Stocken, da nur die eine Straße nach Weißenfels mit mehreren Defileen zu Gebote stand. Indes der Vorschlag Kaiser Alexanders, mit einem Teil des Heers die Pleiße zu überschreiten und sich auf diese Straße zu werfen, und Blüchers Anerbieten, mit 20.000 Mann Reiterei die Verfolgung zu übernehmen, wurden abgelehnt und nur geringe Streitkräfte mit derselben beauftragt; für 19. Okt. ward die Disposition zu einer neuen Schlacht ausgegeben und, als sich beim Fallen des Morgennebels am 19. herausstellte, daß diese nicht mehr nötig war, die Erstürmung von Leipzig befohlen.

Während die französische Armee in verwirrtem Getümmel sich nach dem Ranstädter Thor drängte und Napoleon selbst nur mit Mühe den Ranstädter Steinweg erreichte, hatten die Russen unter Langeron und Sacken die Hallesche, Bülow die Grimmaische Vorstadt erobert; hier gelang es dem Königsberger Landwehrbataillon unter Major Friccius zuerst, in die Stadt einzudringen; das Petersthor im S. wurde von Bennigsen genommen. Die Verteidiger, welche anfangs mit gewohnter Tapferkeit kämpften, gerieten zuletzt in völlige Auflösung, und die Verwirrung des in der Stadt zusammengedrängten Menschenknäuels erreichte den höchsten Grad, als aus Versehen die Elsterbrücke vor dem Ranstädter Thor, über welche die Rückzugsstraße ging, zu früh in die Luft gesprengt wurde.

Viele kamen auf der Flucht um, so Marschall Poniatowski; andre mußten sich kriegsgefangen ergeben. Gegen 1 Uhr hielten die Monarchen von Preußen und Rußland ihren Einzug in Leipzig unter dem begeisterten Jubel der Bevölkerung, der eine Zeitlang das entsetzliche Elend vergessen machte, welches die ungeheure Menge von Verwundeten u. Kranken in der Stadt verursachte."

(Meyers Konversationslexikon, Leipzig und Wien, Vierte Auflage, 1885-1892, Band 10, S. 672.)



     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
28.05.09, 22:22:18

Napoleon1769

(User)

Ich finde diese Pistole sehr edel.
Da ich nur französische Waffen und auch nur Originale sammel, wollte ich schon immer dieses Stück Zeitgeschichte. Wollte mal ein Replikat kaufen...aber habe es dann gelassen

22.05.19, 19:45:01
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