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limone

(Super-Moderator)

Kurhessisches Jäger-Bataillon Nr. 11, Marburg

Stammliste:

1688 1 Jäger-Kompanie unter Oberförster Oesterling (1689 aufgelöst)
1758 Feldjäger (2 Kompanien, ab 1759: 6; 1763 bis auf wenige Leibjäger aufgelöst)
1774 Aus den Jäger-Volontärs wird eine Jäger-Kompanie errichtet
1776 Leib-Jäger-Kompanie und zwei neue Jg.-Kp.n für Amerika
1777 Verstärkung um 1 Kp. Jäger zu Pferd und 3 Kp.n zu Fuß
1784 Reduktion auf LeibKp.
1786 um 1 Kp. verstärkt, nun: Jäger Corps
1787 4 Kp.n
1793 Jäger-Bataillon
1795 Jäger Corps (2 Kp. je 200 Mann)
1806 beurlaubt
____________________________

1813 gelerntes Jäger-Bataillon (Stiftungstag: 5.12.1813)
1821 Garde-Jägerbataillon (zugeteilt dem Leibgarde-Regiment)
1832 1. Schützenbataillon
1834 Jäger-Bataillon
____________________________

ab 30.10.1866 Kgl. Preußisches Jäger-Bataillon Nr. 11
ab 1867 (Hessisches)
1897 Königin Margherita von Italien wird Chef des Bataillons (Das Bataillon erhält den Namenszug "M")


Weitere Informationen zu den "Marburger Jägern" z.B. hier (Interessantes auch für unsere Tierfreunde zwinkern )

Ein 11er Jäger 1914: Hier klicken.

Einige Fotos auch hier.


Bilder unten:

-Namenszug ab 1897
-Kurhessisches Jäger-Corps 1789 (I.C. Müller)
-Kurhessisches Jäger-Bataillon 1835 (D. Monten)
-Kurhessisches Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 11 1918


Vgl.:
Bertram Schaefer, Heinrich Völke: Geschichte des Reserve-Jäger-Bataillons Nr. 11 1914-1919, Berlin 1927.
Fritz Kersten, Georg Ortenburg in: Deutsche Gesellschaft für Heereskunde e.V. (Hrsg.): Hessisches Militär zur Zeit des Deutschen Bundes, Beckum 1984.
Uwe Peter Böhm in: Deutsche Gesellschaft für Heereskunde e.V. (Hrsg.): Hessisches Militär, Die Truppen der Landgrafschaft Hessen-Kassel 1672-1806, Beckum 1986.
Heinrich Ambros Eckert, Dietrich Monten: Das Deutsche Bundesheer, Nach dem Uniformwerk aus den Jahren 1835-43, bearb. von Georg Ortenburg, Dortmund 1990.
Georg Ortenburg, Ingo Prömper: Preußisch-Deutsche Uniformen 1640-1918, München 1991.




     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
19.05.09, 01:36:18

limone

(Super-Moderator)

Ein Militärpass in Auszügen (Vizefeldwebel Heinrich Rasch):


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
19.05.09, 03:17:51

limone

(Super-Moderator)

.


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
19.05.09, 03:18:57

limone

(Super-Moderator)

Waffen-Etat

der preußischen Jäger-Bataillone in der Kriegsformation 1881

und

H. M/71 zu J. B. M/71, G. 88 und G. 88/05:


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
20.05.09, 00:55:56

limone

(Super-Moderator)

Griff und Klinge:


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20.05.09, 04:10:41

limone

(Super-Moderator)

Ein Marburger Jäger vom Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 24, fotografiert von Otto Damm Nachf. in Marburg.

Dieses Bataillon wurde am 25.08.1914 bei der Ersatz-Abteilung des Kurhessischen Jäger-Bataillons Nr. 11 in Marburg a. L. aufgestellt. Es bestand aus Teilen der Ersatz-Abteilung, in der Mehrzahl Kriegsfreiwilligen und aus älteren Mannschaften vom 1. Ober-Elsässischen Infanterie-Regiment Nr. 167 aus Kassel.


Grüße

Carsten


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02.09.10, 16:49:34

limone

(Super-Moderator)

Das Kurhessische Schützen-/Füsilier-Bataillon 1849 in Schleswig-Holstein


Mit der Geschichte des Jäger-Bataillons Nr. 11 ist auch die des 1866 aufgelösten Kurhessischen Schützen-/Füsilier-Bataillons eng verknüpft.

Im Jahre 1813 wurden bei der Wiedererrichtung der kurfürstlich hessischen Armee den Infanterie-Regimentern je ein drittes Bataillon unter der Bezeichnung "Füsilier-Bataillon" angegliedert. Aus dem Füsilier-Bataillon des 2. Linien-Infanterie-Regiments ging 1832 das 2. Schützen-Bataillon hervor, das, als 1834 das frühere Jägerbataillon wieder unter diesem Namen gebildet wurde, allein die Bezeichnung "Kurhessisches Schützen-Bataillon" führte, den es fortab - mit zeitweiliger Änderung des Namens in "Füsilier-Bataillon" (1852-1856) - bis zur Auflösung 1866 behielt. Sein letzter Kommandeur war Oberst-Lieutenant August Friedrich Moritz von Oeynhausen.

Neun Offiziere dieses Bataillons wurden 1866 zum Jäger-Bataillon Nr. 11 in Marburg versetzt, während der Stamm zum preußischen Jägerbataillon Nr. 10 trat.

(Vgl. Metz, Kassel 1964 und Kersten/Ortenburg, Beckum 1984)


Das Kurhessische Schützen-Bataillon nahm auch am Krieg gegen Dänemark 1849 teil, wie das unten gezeigte Dokument belegt.


Diese "Auslandseinsätze" hatten bei den Hessen-Casselern ja Tradition, denn:

"Bis zum Jahr 1783 fochten in Amerika hessische [meint: Hessen-Casselsche (Anm. d. Verf.)] Jäger in englischem Solde mit größter Auszeichnung; durch ihre gewandte Gefechtsführung und durch ihr sicheres Schießen wurden sie der Schrecken der Amerikaner".

(Vgl. Schäfer/Bölke, Berlin 1927, oder ausführlicher: Witzel, Norderstedt 2007)


Das scheint ja kein Wunder, wenn man Metz Ausführungen folgt:

"Die kleine Landgrafschaft Hessen-Cassel konnte den Ruhm für sich in Anspruch nehmen, die erste gut ausgerüstete und mit Büchse und Hirschfänger bewaffnete Jägertruppe aufgestellt zu haben; sie war die älteste überhaupt in deutschen Landen."

Die Geschichte des Schützen-/Füsilier-Bataillons lässt sich bis weiland 1680, Grafschaft Hanau, zurückverfolgen, zu dieser Zeit waren die Preußen gerade damit beschäftigt, Magdeburg zu "erwerben"... lachen


Grüße

Carsten


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
14.12.10, 21:52:06

limone

(Super-Moderator)

Das Dokument zum Lesen in Ausschnitten etwas größer.


Grüße

Carsten


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27.12.10, 16:22:34

limone

(Super-Moderator)

Auf dem Bild unten: Das kurhessische Schützen-Bataillon in der Uniformierung ab 1836.

Zur Zeit des obigen Dokuments trugen die Schützen/Füsiliere schon die 1845 eingeführte Uniform ähnlich dem preußischen Muster, kurze Zeit später (seit 1.1.1858) dann: "Käppi" (Jäger-Tschako) statt "Pickelhaube".

Bewaffnung der Offiziere:
Bis 1834 "Schleppsäbel", danach "Füsiliersäbel" in schwarzer Lederscheide, die zu einem Drittel in einer Messinghülse steckte.

Bewaffnung der Mannschaften:
"Infanteriesäbel", Füsilierbüchse mit Tüllenbajonett.


Grüße

Carsten


     Fröhlich sein, Gutes tun, und die Spatzen pfeifen lassen...
27.12.10, 18:35:16

limone

(Super-Moderator)

Interressant ist unter anderem die Zeit zwischen 1780 und 1790, im Folgenden ein paar zeitgenössische Bilder Hessen-Kassel'scher Jäger:


1. + 2. Feld- und Leib-Jäger-Corps 1785, zur Zeit Wilhelm IX. (Kopie der "Darmstädter Handschrift")

3. Jäger 1789 (Knötel)

4. Jäger-Corps 1789 (Müller)

Uniformierung und Ausrüstung davor, während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, zeigt:
Rudolf Witzel: Hessen Kassels Regimenter in der Alliierten Armee 1762, Norderstedt 2007.


Grüße

Carsten



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29.10.11, 22:21:42
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