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Zietenhusar

(Supporter)

http://www.brandenburg-preussen-museum.de/index.php

Der Einfachheit halber zitiere ich aus der Website dieses Museums:

Das "Brandenburg-Preußen Museum" ist eine private Einrichtung ohne staatliche Zuschüsse. Es ist neu erbaut und liegt in Wustrau nahe bei Neuruppin [Brandenburg).

Eigentümer: Stiftung Ehrhardt Bödecker.

Auf einer Fläche von 350 qm wird die 500jährige Geschichte Brandenburg-Preußens unter den Hohenzollern dargestellt. Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung bilden die Schwerpunkte. Eine solche Schwerpunktbildung ist angesichts der begrenzten Ausstellungsfläche unumgänglich.


Öffnungszeiten:
April bis Oktober: Dienstag bis Sonntag 10.00-18.00 Uhr
November bis März: Dienstag bis Sonntag 10.00-16.00 Uhr

Das Museum bleibt vom 23. Dezember 2007 bis einschließlich 1. Januar 2008 geschlossen.

17.11.07, 22:29:25

Zietenhusar

(Supporter)

Dieses privat errichtete Museum ist mit einer überschaubaren Sammlung bestückt, dessen Wert sich im Detail verbirgt.
Der Inhaber des Museums verfolgt das Ziel, Preußen aus der Sicht von Preußen zu zeigen, und die in der Vergangenheit schlechtgeredeten Eigenschaften dieses ehemals großen Staatsgebildes auszuräumen.

17.11.07, 22:38:01

Zietenhusar

(Supporter)

Wustrau ist der Geburtsort von Hans Joachim von Zieten. Neben dem Museum findet man u.a. auch Zieten 's Schloß, welches leider nicht zugänglich ist.

Bild oben: Totenmasken Friedrich II. und von Zieten
Bild mitte: Broncenachguß der Berliner Zietendenkmal
Bild unten: neuer Gedenkstein für die Opfer der Vertreibung aus Preußen

17.11.07, 22:43:00

Zietenhusar

(Supporter)

Ein weiteres Wustrauer Unikum war Zieten 's Sohn Friedrich-Emil Graf von Zieten, Landrat des Ruppiner Kreises. Es gibt viele Geschichten um diesen Menschen, der beim Volk anscheinend recht beliebt war.

Bild oben: Die Kirche Wustraus. Am Giebel lehnt der Kieferknochen eines Wales, welcher aus der Sammlung Friedrich-Emils stammt.
Bild mitte: Das Grab Friedrich Emils
Bild unten: Tafel am Grab

17.11.07, 22:52:29

ulfberth

(Zeugwart)

1907


www.seitengewehr.de
18.11.07, 00:01:05

Zietenhusar

(Supporter)

Zitat von ulfberth:
1907


Und die Grabstätte Zietens 100 Jahre später:

18.11.07, 09:13:09

Preussen

(Mitglied*)

Guten Tag
ergänzend zu oben vorgestellten Waffen aus dem Museum Wustrau hier nochmals die Bilder des Säbels den angeblich FR II. H.J. v. Zieten verehrt hat. Auf der Klingenwurzel lese ich CA!?


23.09.16, 12:22:15

Zietenhusar

(Supporter)

Zitiert aus "Das Leben im Bild", 1915 Nr. 21:

Der Säbel des alten Zieten, den der Husarenheld während des Siebenjährigen Krieges trug, befindet sich in dem Postament der Zietenbüste zu Wustrau, dem alten Familiengut der Zieten. Dieser Säbel, welchen Friedrich der Große dem alten Zieten nach dem zweiten Schlesischen Kriege zum Geschenk machte, ist insofern eine Merkwürdigkeit, als Zieten diesen Säbel während des ganzen Siebenjährigen Krieges nur einmal gezogen hat, und zwar zu seiner persönlichen Verteidigung. Am 2. November 1765, einen Tag vor der Schlacht bei Torgau, sah sich Zieten auf einem Rekognoszierungsritt, den er mit einem einzigen Offizier unternahm, plötzlich von sechs feindlichen Husaren umringt. Der alte Haudegen hieb sich tapfer durch, und der auf der Klinge noch deutlich sichtbare Rost legt Zeugnis davon ab, daß bei dieser Gelegenheit reichlich feindliches Blut geflossen sein mag. Der letzte Nachkomme Zietens, der noch bei der Einweihung des Denkmales Friedrichs des Großen Unter den Linden in Berlin, dem Erzbild seines Vaters gegenüber stehen konnte, wurde, obwohl ihm der große König das Leutnantspatent in die Wiege gelegt hatte, kein Held. Als ein schlichter Landsmann kam er wenig aus Wustrau heraus und beschäftigte sich in seinen letzten Lebensjahren hauptsächlich damit, die Zietensche Familiengruft auszubauen. - Als König Friedrich Wilhelm IV. einst einen Besuch in Wustrau machte, führte ihn der letzte Zieten an die eben fertig gewordene Gruft, auf welcher sich ein Riesenfeldstein befand. Der König wies auf eine Stelle des Steines und meinte: "Zieten, der Stein hat ja einen Fehler." - Der alte Herr erwiderte lächelnd: "Majestät, der darunter liegen wird, hat noch mehr."

24.09.16, 06:38:06
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